Hilfe, Ich Will Ein Eigenes Blog Haben!

[In this blog post in German, I explain how to set up a blog.]

Hilfe, ich will ein eigenes Blog haben!

Kürzlich fragte mich eine Freundin, wie das mit dem Bloggen denn funktioniere. Wie richtet man so etwas ein? Hier ist eine kurze Anleitung, mit der man die ersten Schritte meistern kann. Keine Sorge, ich habe es auch geschafft.

Zunächst das Technische:

In der Cloud oder auf meinem eigenen Webspace?

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten, ein Blog einzurichten. Diese unterscheiden sich danach, an welchem Ort das Blog gespeichert ist: a) auf einer Blogging-Plattform eines Anbieters oder b) auf eigenem Speicherplatz.

VARIANTE A: DAS BLOG IN DER CLOUD

Zu den bekanntesten Blogging-Plattformen dürften das mittlerweile zu Google gehörende Blogger.com, WordPress.com und tumblr.com zählen.

Bei diesen Plattformen kann man sich wie bei jedem anderen Dienst im Internet anmelden, noch ein paar Grundeinstellungen wie zum Beispiel den Namen des Blogs oder das Aussehen festlegen und dann kann es auch schon losgehen mit dem Bloggen.

Mein persönlicher Favorit ist WordPress.com, aber das ist Geschmackssache.

Der entscheidende Nachteil: Sollte wider Erwarten die genutzte Plattform plötzlich schließen oder aus irgendwelchen Gründen entscheiden, das Blog zu löschen, dann hat man das Nachsehen, falls man die Inhalte nicht vorher gesichert hat.

VARIANTE B: DAS BLOG AUF MEINEM EIGENEN WEBSPACE

Diese zweite Variante ist etwas aufwändiger, bringt aber verschiedene Vorteile mit sich. Der größte davon: Man ist selbst Herr_in im Haus. Was benötigt man dafür?

  • Speicherplatz
  • Eine Domain
  • Installationsdateien der Blog-Software
  • Ein FTP-Programm

Eine Domain und Speicherplatz

Viele Hoster bieten relativ günstig oder sogar kostenlos Pakete an, die mindestens eine Domain (die Internetadresse des eigenen Blogs) sowie eine bestimmte Menge an Speicherplatz und Datenverkehr beinhalten. Bei kostenlosen Angeboten muss man mit bestimmten Einschränkungen leben, wie etwa unschönen Domainnamen oder Speicherbegrenzungen. Ab ein paar Euro im Monat gibt es aber durchaus gute Angebote. Für den Anfang kann man es ruhig auch mit einem kostenlosen Angebot probieren.

Ein Beispiel für einen Webhoster, bei dem es Basisaccounts kostenlos gibt, ist bplaced.net. Dort gibt es bis zu 2 GB Speicher kostenlos (Stand Juni 2013), was für ein Blog mit Textbeiträgen und ein paar Fotos eine Weile ausreichen sollte.

Die Installationsdateien der Blog-Software

Möchte man sein Blog auf eigenem Webspace betreiben, dann kommt man nicht um die Installation der entsprechenden Blog-Software herum. Beispielsweise kann man sich auf wordpress.org die aktuellen Installationsdateien von WordPress herunterladen. WordPress.org unterscheidet sich in manchen Details von WordPress.com, ist allerdings in der grundsätzlichen Funktionalität gleich.

Das FTP-Programm: Dateien auf den Webspace schieben

Hat man die Installationsdateien heruntergeladen und entpackt, dann muss man im nächsten Schritt die Dateien noch auf den Server verschieben, denn die Installation der Blog-Software soll auf diesem laufen, nicht auf dem eigenen Computer zu Hause. Den eigenen Computer nutzt man dann später, um Blogbeiträge zu schreiben.

Nutzt man den Firefox-Browser, dann kann man sich FireFTP als Erweiterung installieren—ein FTP-Programm, das im Browser läuft.

Prinzipiell meldet man sich über das FTP-Programm mit den erhaltenen Login-Daten auf dem eigenen Webspace an und kopiert dann den Inhalt des Ordners mit den WordPress-Installationsdateien auf den Server. Wenn der Kopierprozess beendet ist, meldet man sich im FTP-Programm wieder ab.

Die Konfiguration von WordPress

Ist alles glatt gelaufen, dann kann man sich nun mit dem Webbrowser zur URL des Blogs begeben. Von dort aus hilft einem ein Konfigurations-Wizard, diverse Einstellungen vorzunehmen. Das Wichtigste: Man kann Nutzer_innen anlegen, die dann Blogeinträge verfassen können. Möchte man alleine schreiben, dann braucht man keine zusätzlichen Nutzer_innen einrichten.

Wie man bereits merkt, ist diese zweite Variante, ein Blog anzulegen, etwas aufwändiger und setzt etwas mehr technisches Grundverständnis voraus. Aber es ist machbar.

Wie gesagt, habe ich in dieser Einleitung ausschließlich die technische Einrichtung eines Blogs umrissen. Sich zu überlegen, welchem Thema oder welchen Themen man sich widmen möchte, steht auf einem anderen Blatt.

Lesetipps und Hörtipps zum Thema:

Diese Anleitung ist nur ein grober Überblick, der prinzipiell erklären möchte, wie die Einrichtung eines Blogs funktioniert. Es gibt verschiedene sehr gute Anleitungen im Netz, die sich auch mit Details ausführlich beschäftigen. Ein paar Tipps verlinke ich nachfolgend:

Zum Einstieg:

Peer Wandigers Blogprojekt beinhaltet eine tolle Artikelserie für neue Blogger_innen und einen Podcast rund ums Bloggen. – Umfangreiche Informationen für den Einstieg und darüber hinaus.

Technik:

Beim Magazin t3n gibt es eine Infografik mit den 30 beliebtesten WordPress-Plugins (Stand Februar 2013) – Eher technisch und wie gesagt nur für WordPress relevant. Aber sehr empfehlenswert, wenn man eine eigene WordPress-Installation hat.

Schreibtipps

Alex Bellon hat eine Liste mit 20 Tipps, um das Bloggen leichter, schneller & besser zu machen. – Hier geht es besonders um das Schreiben von Blogartikeln.

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