Urlaub: Einbruch Durch Nutzung Sozialer Netzwerke Vermeiden

Urlaub: Einbruch durch Nutzung sozialer Netzwerke vermeiden

Jetzt in der Urlaubssaison empfiehlt es sich, erst zu prüfen, wer mitlesen kann, bevor man in sozialen Netzwerken schreibt, dass man gerade im Urlaub ist.

Auf Facebook sollte man zum Beispiel lieber noch mal nach nachsehen, ob das richtige Symbol angewählt ist (Freunde ohne Bekannte), wenn man “live” aus dem Urlaub berichtet.

GPS-Metadaten für Bilder abschalten

Nutzer*innen von Twitter sollten aufgrund der generellen Öffentlichkeit der Plattform gut überlegen, welche Informationen sie über ihren aktuellen Aufenthaltsort veröffentlichen. Dazu gehört auch, GPS-Koordinaten von Fotos zu entfernen, beziehungsweise in der Kamera auszustellen.

Vorsicht bei öffentlichen und geteilten Check-ins mit Location-Based-Services

Auch sollte man tunlichst vermeiden, Informationen von Location-Based-Services wie Foursquare öffentlich zu schalten und/oder auf Twitter und anderen Plattformen zu teilen. Auf Plattformen wie http://pleaserobme.com/ kann man nachsehen, ob man sich öffentlich eingecheckt hat.

Auch ohne GPS-Koordinaten sind verbundene Profildaten verräterisch

Falls man mehrere Plattformen nutzt, darunter zum Beispiel ein eigenes Blog mit Impressum, so sollte man diese Ratschläge besonders ernst nehmen. Denn: Liest jemand meine Adresse und schaut danach zum Beispiel das verlinkte Twitter-Profil an, könnte diese Person Rückschlüsse darauf ziehen, dass ich mich gerade nicht zu Hause befinde.

Falls ihr also niemanden habt, der im Urlaub die Wohnung hütet, so würde ich zum Beispiel dringend davon abraten, Tweets in folgender Manier zu schreiben (fiktive Beispiele):

Lol, endlich auf #Malle mit den Jungz/Mädelz, Saufen bis der Arzt kommt und Partyschlager bis zum Abwinken. Bis in zwei Wochen, Bitches! #YOLO

Oder, falls es etwas weniger pauschaltouristisch daherkommen soll:

Aah, 2 Wochen Kultur in der Toskana. Haben uns einen romantischen Roller gemietet, Porsche lass ich in der Garage. #mangönntsichjasonstnix

Extra-Tipp: Keine Fotos von Kreditkarten ins Internet stellen

Oh, und wo wir schon bei Dingen sind, die man nicht in soziale Netzwerke stellen sollte: Fotografiert auf keinen Fall eure Bank- oder Kreditkarten und postet die Bilder dann auf Twitter. Der Twitter-Account https://twitter.com/needadebitcard tut nichts anderes, als solche Bilder zu retweeten. Die ganze Welt wird dadurch eingeladen, diese Informationen zu missbrauchen.

Einen schönen und sicheren Urlaub wünscht Benedikt.

Mehr lesen:

Tückische Grüße – Postings aus dem Urlaub locken Einbrecher an.” (Anna Warnholtz, Welt Online, 06.08.2013)

Please Rob Me – Twittern für Einbrecher.” (Golem.de, 18.02.2010)

http://pleaserobme.com/

Over-sharing and Location Awareness.” (Frank Groeneveld, Barry Borsboom, Boy van Amstel, Center for Democracy and Technology (CDT), 24.02.2010)

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