Politics As Smoke And Mirrors – ‘Huckabee’ On Fox News

Politics as smoke and mirrors – ‘Huckabee’ on Fox News

Former Arkansas Governor and Republican presidential candidate Mike Huckabee has been involved in a second career as talk show host on Fox News since leaving active politics in 2008. Apparently it is not that easy to lure in big studio audiences for the recording of that program.

A new video has appeared that clearly reveals how mirrors inside the studio are used to make Huckabee’s audience seem bigger than it really is. Because the mirrors are shaking, that trick is easy to recognize.

Watch a clip from the progressive David Pakman Show explaining the trick here:

I am not sure whether Fox News are the only media outlet guilty of this visual ‘enhancement,’ but it seems to fit right in with a lot of other, more deceptive techniques that can be regularly observed on that network.

Smokes and Mirrors—at least the mirrors—have for once crossed over from the figurative into the literal.

Social Media Statistics For 2013 from Sparefoot.com [Infographic]

Social media statistics for 2013 from Sparefoot.com [Infographic]

John Egan and Brian Honigman at Sparefoot.com have a new cool infographic featuring social media statistics for 2013.  Random fact from the graphic: 35 million selfies were posted to Instagram this year. Lo and behold! (via Social Media Today)

13 Must-Know Social Media Statistics from 2013, courtesy of sparefoot.com

Gesammelte Jahresrückblicke 2013

Gesammelte Jahresrückblicke 2013

Auch 2013 ist das Jahr gefühlt wie im Flug vergangen und man fragt sich, wo es eigentlich geblieben ist. Der Jahreswechsel ist ja traditionell eine Zeit des In-sich-Gehens und Rekapitulierens. Aber es ist geradezu unmöglich, sich alleine an alles Bedeutende zu erinnern. Glücklicherweise helfen einem viele nette Menschen und Medien mit ihren Jahresrückblicken.

Ich präsentiere an dieser Stelle eine rein subjektive, natürlich unvollständige Auswahl, die ich für interessant halte. In den nächsten Wochen kommen bestimmt noch ein paar Links dazu.

Podcasts:

DRadio WIssen Online Talk “Rückblick 2013 – Alte und neue Trends.” – “Daniel Fiene und Herr Pähler blicken auf den Online Talk 2013 zurück.”

LNP088 “Schamoffensive.” – Linus Neumann und Tim Pritlove berichten über netzpolitische Themen Anfang Dezember 2013.

Netzpolitischer Wochenrückblick KW51.” (netzpolitik.org, 20.12.2013) – Themen: Der Hauptausschuss für Internet und digitale Agenda, die neue Bundesauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit: Andrea Vosshoff (CDU) [man könnte auch sagen: gegen Datenschutz], das Urteil des Das US-Bundesgericht für den District of Columbia zur NSA-Überwachung, der neue Geheimdienst-Staatssekretär im Bundeskanzleramt Klaus-Dieter Fritsche (CSU).

NSFW079 “Die grüne Elke.” – Holger Klein und Tim Pritlove lassen das Jahr Revue passieren und reisen zusätzlich dreißig Jahre in der Zeit zurück—ins Jahr 1983.

Online-Magazine:

Economist “The World in 2013.

TIME Magazine Nominates Edward Snowden As Runner-Up To The ‘Person Of The Year’ 2013

TIME magazine nominates Edward Snowden as runner-up to the ‘Person Of The Year’ 2013.

Yes We Scan by walt74, used under CC BY-NC-SA 2.0, "Yes we scan. Deal with it. United we progress toward a perfectly monitored society. Obey us. Control. Trust us. Trust us. Trust us. Repeat. We are watching you." ,Source: https://secure.flickr.com/photos/nerdcoreblog/8989863112/
Yes We Scan by walt74, used under CC BY-NC-SA 2.0, “Yes we scan. Deal with it. United we progress toward a perfectly monitored society. Obey us. Control. Trust us. Trust us. Trust us. Repeat. We are watching you.” Source: https://secure.flickr.com/photos/nerdcoreblog/8989863112/

It is an obvious choice. Time magazine nominated NSA whistleblower Edward Snowden as one of the candidates for their person of the year 2013. The winner is Pope Francis, the “people’s pope.” Other runner-ups include LGBT activist Edith Windsor, Syrian dictator Bashar Assad, and GOP Senator Ted Cruz. It is generally a list based on significance, not on sympathy.

TIME magazine calls Snowden the “dark prophet” and the “doomsayer of the information age.

Being rather skeptical about Pope Francis’s capability to convince the Christian god to intervene on our behalf against the intelligence services (and while at it, why not pray to make terrorism disappear from the earth altogether), I personally would have given the ‘person of the year’ award to Snowden. But perhaps such a choice would have been to controversial for Time magazine.

Independent of what one may think about particular disclosures by Snowden through outlets of investigative journalism, his leaks have arguably been the second defining moment of the information age after the invention of the World Wide Web in the 1990s. Snowden has shown us that even democratic states are working to crush the cyber-libertarian utopia of the early Internet, using our communication infrastructure against us to establish a soft totalitarianism by surveillance.

In the grand scheme of things, we as citizens of the world must be thankful for having at least a discussion about mass surveillance, one that we would not be having at all if the intelligence services that supposedly are there to protect our democracies had had their way.

Hauptausschuss: Das GroKodil, Die NSA Und Postdemokratische Zustände in Deutschland

Der Hauptausschuss: Das GroKodil, die NSA und postdemokratische Zustände in Deutschland

Im Dezember 2013 beriet sich in Berlin die große Koalition aus CDU/CSU und SPD über ihr zukünftiges Regierungsprogramm. Weil sich die Verhandlungen zäh wie Kaugummi in die Länge zogen, auch wegen der Mitgliederbefragung innerhalb der SPD, fand das Ganze nun auf Vorschlag der Unionsfraktion in einem sogenannten Hauptausschuss statt.

Reichstagsgebäude (Berlin) kurz vor herbstlichem Sonnenuntergang. Jürgen Matern / Wikimedia Commons, CC-BY-3.0 http://www.juergen-matern.de/ | https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Reichstag_building_Berlin_view_from_west_before_sunset.jpg?uselang=de
Reichstagsgebäude (Berlin) kurz vor herbstlichem Sonnenuntergang. Jürgen Matern / Wikimedia Commons, CC-BY-3.0 http://www.juergen-matern.de/ | https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Reichstag_building_Berlin_view_from_west_before_sunset.jpg?uselang=de

 

Am Parlament vorbei entscheiden

Die Besonderheit dabei: Fachpolitiker*innen aus dem Parlament wurden nicht miteinbezogen, stattdessen tagten Vertreter*innen der Ministerien. Vorbild dafür ist der hessische Landtag, der in seiner Landesverfassung einen solchen “Super-Ausschuss” für Übergangszeiten von Parlamenten vorsieht.

Das GroKodil steckt den Kopf in den Sand

Das kann man an sich schon für einen Skandal halten, aber es kommt noch besser. Wie Lisa Caspari in der ZEIT berichtet, lies sich die SPD auffällig schnell von dem Vorschlag der Unionsfraktion überzeugen, und zwar aus folgendem Grund:

[E]s [gab] da einen unliebsamen Antrag der Grünen und der Linken zum Gebaren von Angela Merkels CDU in der NSA-Affäre. Aus atmosphärischen Gründen wollten die Sozialdemokraten im Bundestag nicht mitstimmen [meine Hervorhebung].

Im Klartext: Nur weil man dem zukünftigen Koalitionspartner nicht vor den Karren fahren will, begräbt man mal eben den größten Überwachungsskandal in der Geschichte der Bundesrepublik, ach was, der Weltgeschichte, als wäre nichts gewesen.

Damit delegitimiert sich für mich die SPD endgültig als legitime Kraft im Kampf für Bürger*innenrechte in Deutschland. Diese rückgratlose Form der Anbiederung an den Status Quo merkelschen Durchregierens ist einfach nicht mehr zu ertragen.

Kein Ermittlungsverfahren gegen die NSA

Passend dazu: Der Generalbundesanwalt sieht von einem Ermittlungsverfahren gegen die NSA ab, weil er diplomatische Verwerfungen mit den USA befürchtet. Wie die ZEIT berichtet, äußerte sich Harald Range im November 2013 in einem Interview mit dem Deutschlandfunk folgendermaßen:

Mir ist bewusst, dass schon die Einleitung eines Ermittlungsverfahrens im politisch-diplomatischen Bereich eine ganz schwerwiegende Nachricht sein könnte [meine Hervorhebung].

Als ob nicht die “ganz schwerwiegende Nachricht” des Jahres 2013 in der anlasslosen Totalüberwachung aller Bürger*innen durch die NSA (und verbündete Geheimdienste) bestünde, sondern in der Tatsache, dass sie durch Edward Snowden bekannt wurde und man sich hierzulande in irgendeiner Form dagegen wehren wollen könnte.

In Anbetracht der offensichtlichen Verstrickungen der deutschen Geheimdienste mit der NSA kann und sollte dies meiner Meinung nach einerseits auf keinen Fall als nationales, antiamerikanisches Projekt betrieben werden, sondern als transnationale Solidarität unter Bürger*innen gegen die Aushöhlung der Demokratie durch die Geheimdienste.

Andererseits kann realistisch gesehen, wenn überhaupt, nur auf staatlicher Ebene, oder eher noch auf europäischer Ebene politisch etwas erreicht werden, um dem außer Kontrolle geratenen Überwachungswahn etwas entgegenzusetzen.

Mehr lesen und hören:

[Podcast] Logbuch:Netzpolitik, Folge 87: “Kusselkopf.” (28.11.2013) – Linus Neumann und Tim Pritlove betreiben unter anderem “präemptive[s] Kopfschütteln über die anstehende Große Koalition”.

[Podcast] Logbuch:Netzpolitik, Folge 84: “Zielpersonenspezifische Ausleitung.”  – Linus Neumann und Tim Pritlove beschäftigen sich unter anderem mit dem netzpolitischen Horrorkatalog der Großen Koalition (mehr Überwachung der Bürger*innen an allen Ecken).

Anmerkung: Logbuch:Netzpolitik ist meiner Meinung nach generell ein sehr empfehlenswerter Podcast in Sachen Netzpolitik. Ich habe hier nur mal zwei Folgen herausgegriffen, die sich verstärkt mit der GroKo beschäftigen.

 

Meinungsumfrage: Deutsche haben mehr Angst vor Überwachung durch Firmen als durch den Staat

Meinungsumfrage: Deutsche haben mehr Angst vor Überwachung durch Firmen als durch den Staat

Social Media Tag Cloud by daniel_iversen, used under the https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ license, Source: https://secure.flickr.com/photos/daniel_iversen/5440123405/sizes/l/in/photolist-9hJ4a8-9hM9Hs-8nmkDA-bn8M8i-bzawtz-bmfDH5-bmfkad-bmfk9A-aD5w7Y-btTTPU-aJVFED-99ZJrh/
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Eine neue Studie des Institut für Demoskopie Allensbach ergab jüngst, dass die Deutschen statistisch gesehen mehr Angst vor der undurchsichtigen kommerziellen Verwertung ihrer persönlichen Daten durch Unternehmen haben als vor der Überwachung durch den Staat.

Wie der Stern berichtet, sehen die Deutschen in ihrer Mehrheit zwar durchaus Risiken im Internet, darunter Computerviren, die Überwachung der eigenen Internetnutzung oder Datendiebstahl.

Gleichzeitig spricht sich aber die Mehrheit der Deutschen für eine stärkere staatliche Kontrolle der Inhalte von Websites aus. Nichtsdestotrotz glauben sie jedoch nicht, dass einzelne Staaten das Internet effektiv regulieren können.

Nur knapp die Hälfte der Befragten war der Meinung, dass eine solche staatliche Überwachung ein Risiko für die Freiheit bedeutet.

Ich persönlich halte die 51% der Deutschen, die laut der Studie kein Problem mit einer verdachtsunabhängigen staatlichen Überwachung ihrer Internetnutzung haben, für zu optimistisch beziehungsweise geschichtsvergessen. Denn eigentlich ist die Frage nicht, ob eine Informationsasymmetrie missbraucht wird, sondern nur wann. Und wenn der NSA-Skandal des Jahres 2013 eines gezeigt hat, dann dass alles, was technisch möglich ist, letztendlich auch gemacht wird—because we can.

Mehr lesen:

DIVSI Studie zu Freiheit versus Regulierung im Internet.” (Institut für Demoskopie Allensbach / Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet, 03.12.2013)

 

UK Parliament Questions Guardian Editor Alan Rusbridger’s Patriotism In Anti-Terrorism Hearing

UK Parliament questions Guardian Editor Alan Rusbridger’s patriotism in anti-terrorism hearing

Photograph of the debating chamber of the British House of Commons in the Palace of Westminster, London, looking north-east. | Author: UK Parliament | Used under the Parliamentary copyright | Source: Wikipedia https://en.wikipedia.org/wiki/File:House_of_Commons.jpg
Photograph of the debating chamber of the British House of Commons in the Palace of Westminster, London, looking north-east. | Author: UK Parliament | Used under the Parliamentary copyright | Source: Wikipedia https://en.wikipedia.org/wiki/File:House_of_Commons.jpg

On December 3, 2013 the Guardian’s editor-in-chief Alan Rusbridger had to testify before the House of Commons of the British Parliament  in a hearing on anti-terrorism.

One of the rather stunning questions asked by Chair Keith Vaz was whether Rusbridger “love[d] this country [the UK].”

Rusbridger replied:

We live in a democracy and most of the people working on this story are British people who have families in this country, who love this country. I’m slightly surprised to be asked the question but yes, we are patriots and one of the things we are patriotic about is the nature of democracy, the nature of a free press and the fact that one can in this country discuss and report these things [emphasis mine].

With us or against us – the excluded middle

Behind the questioning of Rusbridger’s “patriotism” because he, as a journalist, does not agree with the government’s national security narrative, lies the logical fallacy of the excluded middle. Either you agree with total surveillance of the world’s citizens in the name of national security or the terrorists win.

The possibility that there might be excesses in the surveillance architectures of the so-called Global War on Terrorism (there are!) , that much of what is being done in this area has probably more to do with gaining illegitimate advantages through economic espionage, or that there might be approaches that actually help fighting terrorism without eroding civil liberties does not occur in this line of thinking.

An uninformed citizenry cannot correct its government

The elephant in the room is this: Had it not been for Snowden, we the people of the world would never have known about the extent of surveillance against innocent citizens. Democracies rely on an adversarial press to keep the government in check.

Since the summer of 2013, the Guardian has been releasing articles based on the NSA leaks by Edward Snowden, exposing the indiscriminate mass surveillance by the American NSA, the British GCHQ, and other intelligence agencies of the world’s citizens.

Read, see, and hear more:

[Audio and article] “Guardian editor Alan Rusbridger appears before MPs – live coverage.” (Paul Owen, Guardian, 2013/12/03) – Summary of the hearing and an audio recording can be found here.

Highlights from Guardian editor’s Parliament hearing.” (Kristen Hare, Poynter.org, 2013/12/03) – Many more questions to and answers from Alan Rusbridger.

MPs question Guardian editor Alan Rusbridger’s patriotism over Edward Snowden leaks.” (Ian Burrell, The Independent, 2013/12/03)

The progressive talk show The Young Turks reports on the hearing here:

 

 

Podcast-Tipp: Diskussionsrunde “Zugang gestalten” zu Museen und Social Media

Podcast-Tipp: Diskussionsrunde “Zugang gestalten” im Jüdischen Museum Berlin zu Museen und Social Media beim NETZ.REPORTER XL

Am 28. November 2013 fand in den Räumen des Jüdischen Museums in Berlin ein Gesprächsabend statt, bei dem Vertreter*innen verschiedener Kultureinrichtungen darüber diskutierten, wie sie sich im 21. Jahrhundert den Herausforderungen sozialer Netzwerke und dem Internet im Allgemeinen stellen können.

Meme: Listen to all the Podcasts!
Listen to all the Podcasts!

Dabei wurden beispielsweise rechtliche Fragen besprochen, mit denen sich Museen im Rahmen der Zugänglichmachung ihrer Bestände im Netz auseinandersetzen müssen.

DRadio Wissen hat die Veranstaltung für den NETZ.REPORTER XL / Online Talk aufgezeichnet.

Wie ich finde, ist diese Podcast-Folge sehr hörenswert für alle, die sich für soziale Medien im Kulturbereich interessieren.

The RNC Implies That Racism “Ended” with Rosa Parks, 58 Yrs. Ago

On Twitter, the RNC implies that racism in America “ended” with Rosa Parks, fifty-eight years ago

Fifty-eight years, ago (counted back from 2013), on December 1, 1955, civil rights activist Rosa Parks, a black woman from Montgomery, Alabama, refused to step to the back of a bus to sit down in the ‘colored section,’ marking the beginning of the Montgomery Bus Boycott to end segregationist laws in the U.S.

Photograph of Rosa Parks with Dr. Martin Luther King jr. (ca. 1955) Original caption reads: "Mrs. Rosa Parks altered the negro progress in Montgomery, Alabama, 1955, by the bus boycott she began. National Archives record ID: 306-PSD-65-1882 (Box 93)." Source: Ebony Magazine Source: USIA / National Archives and Records Administration Records of the U.S. Information Agency Record Group 306 This work was obtained from the now defunct United States Information Agency. In 1999 the agency was merged into the Bureau of Public Affairs which is the part of the United States Department of State. This work is in the public domain in the United States because it is a work of the United States Federal Government under the terms of 17 U.S.C. § 105. Source: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Rosaparks.jpg
Photograph of Rosa Parks with Dr. Martin Luther King jr. (ca. 1955)
Original caption reads:
“Mrs. Rosa Parks altered the negro progress in Montgomery, Alabama, 1955, by the bus boycott she began. National Archives record ID: 306-PSD-65-1882 (Box 93).”
Source: Ebony Magazine
Source:
USIA / National Archives and Records Administration Records of the U.S. Information Agency Record Group 306
This work was obtained from the now defunct United States Information Agency. In 1999 the agency was merged into the Bureau of Public Affairs which is the part of the United States Department of State. This work is in the public domain in the United States because it is a work of the United States Federal Government under the terms of 17 U.S.C. § 105.
Source: https://en.wikipedia.org/wiki/File:Rosaparks.jpg

The Civil Rights Movement according to the RNC

This year, the Republican National Committee sort of stepped in it with a tweet that suggested racism in America ended after Rosa Parks. As Politicususa reports, the tweet said:

Today we remember Rosa Parks’ bold stand and her role in ending racism.

That statement is very questionable, to say the least. The pronouncement of the end of racism in America is premature today, and would have been even more so by orders of magnitude almost sixty years ago.

Racism is alive and well

I would like to mention just a few issues to illustrate this reality: The Trayvon Martin / George Zimmerman case, the level of hostility against President Obama that goes way beyond any reasonable (and deserved!) criticism of his administration’s policies, and countless stories about harassment and excessive use of force by the police, in particular against people of color.

We, ahem, misspoke

The RNC then deleted the tweet above and replaced it with this one:

Previous tweet should have read “Today we remember Rosa Parks’ bold stand and her role in fighting to end racism.”

To be fair, everyone can make mistakes in social media. But the GOP and the RNC are not just “Joe Sixpack” who happens to have a smartphone to tweet from.

Ending racism with voter ID laws?

In the past election cycles, the GOP has been actively working to make voting harder for (poor) people of color and other demographic groups who would likely support Democrats by implementing various voter ID laws (see here, here, and here). In this light, the RNC’s honoring of Rosa Parks and their very loose interpretation of civil rights history might be seen much more cynically.

You can watch a discussion of the issue from the progressive talk show Majority Report with Sam Seder here:

Read more:

RNC Tries to Cover Tracks Over Tweet Saying Racism has Ended.” (Justin Baragona, Politicususa, 2013/12/02)

Glenn Greenwald Interview On BBC HARDtalk

Glenn Greenwald Interview on BBC HARDtalk

On November 28, 2013, journalist Glenn Greenwald, known for reporting on the NSA leaks by Edward Snowden, gave an interview to BBC HARDtalk, a format known for tough questioning that does not accept standard talking points.

The interview takes place at a time when the UK government, partly under pressure from the U.S., tries to attack the Guardian newspaper, i.e. shoot the messenger, for exposing the NSA’s and GCHQ’s blanket mass surveillance of the world’s citizens.

Read more:

Britain targets Guardian newspaper over intelligence leaks related to Edward Snowden.” (Washington Post, 2013/11/29)

Manipulation von Wahlen per Twitter in Südkorea

Manipulation von Wahlen per Twitter in Südkorea

Dass die sozialen Medien nicht nur neue, emanzipatorische Partizipationsmöglichen im Netz ermöglichen, hat zum Beispiel der Netztheoretiker Evgeny Morozov in seinem Buch “The Net Delusion” ausführlich dargestellt.

Image: boss by gaglias / flickr | used under the https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ | some color adjustments were made
Image: boss by gaglias / flickr | used under the https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ | some color adjustments were made

Über Plattformen wie Twitter und Facebook wird seitens von Regierungen und Großunternehmen mittlerweile versucht, die öffentliche Meinung manipulativ zu beeinflussen.

Ein Beispiel für ersteres gibt es jetzt aus Südkorea. Dort haben nach Berichten im Vorfeld der Präsidentschaftswahl der Inlandsgeheimdienst und das Verteidigungsministerium rund 24,2 Mio. Tweets verschickt, um die öffentliche Meinung zu steuern.

Der Inlandsgeheimdienst NIS (National Intelligence Service) soll 1,2 Mio. Tweets gesendet haben, um die Opposition zu diskreditieren. Die Abteilung Cyberwarfare des Verteidigungsministeriums soll 23 Mio. Tweets verschickt haben, um die öffentliche Meinung im Sinne des aktuellen Präsidenten Park Geun-hye zu beeinflussen.

Mehr lesen:

Cyberwahlskandal in Südkorea: Südkoreas Präsidentin lässt sich von Agenten ins Amt twittern.” (Ok-Hee Jeong, ZEIT ONLINE, 05.12.2013)

In English:

South Korea’s Spy Agency, Military Sent 24.2 Million Tweets to Manipulate Election.” (Lee Yoo Eun, Global Voices, 25.11.2013)

 

Jugendliche Lassen Ihr Aussehen Auf YouTube Bewerten

Jugendliche lassen ihr Aussehen auf YouTube bewerten

Befragung der Netzgemeinde

Die Pubertät ist wohl für die meisten eine Zeit großer Unsicherheit und schwieriger Selbstfindung. Insbesondere das eigene Aussehen und die Ausstrahlung auf andere ist ein heikles Thema.

Wie das jetzt Magazin der Süddeutschen Zeitung berichtet, hat sich in letzter Zeit ein seltsames Phänomen im Netz entwickelt: Jugendliche, besonders Mädchen, stellen Videos von sich ins Netz und fragen: “Bin ich schön?”

Jugendliche fragen auf YouTube: "Bin ich hässlich?" - Bildschirmfoto
Jugendliche fragen auf YouTube: “Bin ich hässlich?” – Bildschirmfoto

Haters gonna hate

Wer sich schon einmal die Kommentare unter beliebigen YouTube-Videos angesehen hat, kann sich denken, dass hier die Katastrophe vorprogrammiert ist. Sicher gibt es auch durchaus positive Äußerungen. Aber das Problem sind die garantiert auftauchenden abschätzigen Bemerkungen, bis hin zu Aufforderungen zum Selbstmord. Dem Selbstwertgefühl der Jugendlichen dürfte das in vielen Fällen nicht gerade dienlich sein.

Interessant ist natürlich die Frage, warum die Jugendlichen sich dem Urteil der gesamten Netzöffentlichkeit aussetzen.

Casting-Shows als Vorbild?

Vorbilder gibt es in der derzeitigen deutschen Medienlandschaft ja viele. Ich denke da zum Beispiel an Casting-Shows, deren angenommener Unterhaltungswert darin besteht, genüsslich zu beobachten, wie junge Menschen sich den sarkastischen Kommentaren und Werturteilen einer Jury etablierter Vertreter der Unterhaltungsindustrie ausliefern, in der meistens vergeblichen Hoffung, “Superstar” oder “Topmodel” zu werden.

Bin ich hässlich?” (Nadja Schlüter, jetzt.de, 24.11.2013)

Passend dazu:

Busen zum Geburtstag: Verbot von Schönheits-OPs bei Minderjährigen.” (Christina Berndt und Anna Günther, Süddeutsche, 02.12.2013) – Gesundheitsexpert*innen von CDU und SPD planen ein Verbot von Schönheits-Operationen bei Minderjährigen, es gibt offensichtlich eine große Nachfrage.

 

Militia Leader Calls For The Assassination Of Obama On Facebook

Militia Leader Calls For The Assassination Of Obama On Facebook

Whenever I read a new story about some questionable activities on social networking sites, I foolishly believe that now I have heard them all. Once again, I am proven wrong.

Here is an extremely dumb idea that will very likely entail a not-so-friendly visit by the Secret Service. Do not try this at home (or anywhere else):

As John Aravosis at Americablog reports, Everest Wilhelmsen, the leader of group calling itself the Christian American Patriots Militia, has posted a call for President Obama’s assassination on his Facebook page on November 19, 2013.

Wilhelmsen associates himself with the Tea Party Movement, holds Birther beliefs about President Obama not being an American citizen, opposes ‘Obamacare,’ and endorses conspiracy theories about the U.S. government’s handling of the Benghazi incident.

He also threatens violence against Vice President Joe Biden, Secretary of State John Kerry, Attorney General Eric Holder, Secretary of Defense Chuck Hagel, and Department of Defense General Counsel Jeh Johnson, should they not sign a statement supporting his Birther beliefs.

I think it is noteworthy how safe far-right extremists like this militia leader apparently feel in the age of the first African American president. To think that they can get away with what would certainly be interpreted as terrorist threat, had it come from a non-white Islamist instead of a white self-identified Christian, certainly speaks to the dynamics of race in contemporary America. For all the things that are being overblown and exaggerated by attaching the label ‘terrorism’ to it since 9/11, this here seems to be the real thing.

There are certainly many things to criticize about the Obama administration. One might even be completely opposed to its major policy projects. But calling for an assassination of political leaders is crossing a line into the unacceptable.

Read more:

Militia nut openly calls for Obama`s assassination on Facebook.” (John Aravosis, Americablog, 2013/11/22)

 

 

Studie: Nur 4 Von 10 Deutschen Nutzen Soziale Netzwerke

Studie: Nur 4 Von 10 Deutschen Nutzen Soziale Netzwerke

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Eine aktuelle Studie der Firma emarketer (November 2013) hat auf Grundlage von UN-Bevölkerungszahlen die prozentuale Nutzung von Social Networking SItes (SNS) berechnet und kam zu interessanten Ergebnissen.

So liegt zwar Deutschland innerhalb Europas nach absoluten Zahlen bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen vorn.

Bezogen auf den prozentualen Anteil der Bevölkerung, die sich im Social Web bewegt, steht Deutschland mit 40,0% nur an siebter Stelle, ungefähr gleichauf mit Frankreich (39,5%).

Ganz vorne stehen die Niederlande (63,8%), gefolgt von den skandinavischen Ländern Norwegen (59,5%), Dänemark (53,4%) und Schweden (53,3%), dem Vereinigten Königreich (UK) (50,8%) und Finnland (49,8%).

Danach folgen Deutschland (40,0%) und Frankreich (39,5%).

Spanien (37,5%) und Italien (34,5%) bilden in der Studie das Schlusslicht.

Als aktive Nutzer*innen wurden in der Studie diejenigen Personen gewertet, die  mindestens einmal im Monat auf eine Social-Media-Plattform zugriffen.

Siehe auch:

“Nur 4 von 10 Deutschen nutzen Soziale Netzwerke.” (Herbert Peck, ishp Consulting, 25.11.2013)

Website “Geheimer Krieg” Visualisiert Aktivitäten Der Amerikanischen Geheimdienste Und Des Militärs Innerhalb Deutschlands

Website “Geheimer Krieg” visualisiert Aktivitäten der amerikanischen Geheimdienste und des Militärs innerhalb Deutschlands

 

CREECH AFB, Nev. -- A MQ-9 Reaper flies above Creech AFB during a local training mission here. The 42nd Attack Squadron currently operates the MQ-9. 7 August 2008. http://www.af.mil/shared/media/photodb/photos/090609-F-0000M-777.JPG | U.S. Air Force photo by Paul Ridgeway. This image or file is a work of a U.S. Air Force Airman or employee, taken or made as part of that person's official duties. As a work of the U.S. federal government, the image or file is in the public domain. https://en.wikipedia.org/wiki/File:MQ-9_Reaper_-_090609-F-0000M-777.JPG
CREECH AFB, Nev. — A MQ-9 Reaper flies above Creech AFB during a local training mission here. The 42nd Attack Squadron currently operates the MQ-9. 7 August 2008. http://www.af.mil/shared/media/photodb/photos/090609-F-0000M-777.JPG | U.S. Air Force photo by Paul Ridgeway. This image or file is a work of a U.S. Air Force Airman or employee, taken or made as part of that person’s official duties. As a work of the U.S. federal government, the image or file is in the public domain. https://en.wikipedia.org/wiki/File:MQ-9_Reaper_-_090609-F-0000M-777.JPG

[A new German website visualizes known activities of U.S. intelligence services and the military inside of Germany.]

Dass im sogenannten Globalen Krieg gegen den Terror entgegen anderslautender Verkündungen deutscher Politiker*innen von deutschem Boden aus Aktivitäten durchgeführt werden, die direkt mit den Kriegen im Irak, in Afghanistan und anderswo zu tun haben, ist mittlerweile bekannt.

Im Laufe der Snowden-Enthüllungen um die Aktivitäten der NSA seit dem Sommer 2013 sind die amerikanischen Geheimdienstaktivitäten hierzulande noch einmal massiv in das Bewusstsein der Öffentlichkeit getreten.

Der NDR und die Süddeutsche Zeitung haben monatelang zu den Aktivitäten der amerikanischen Geheimdienste und des Militärs innerhalb Deutschlands recherchiert. Bekannte Standorte wurden nun in Zusammenarbeit mit OpenDataCity auf einer interaktiven Karte visualisiert. Dabei geht es um die Koordination von Drohneneinsätzen, Entführungen und Abschöpfung von Informant*innen für die Geheimdienste.

Am 28.11.2013 läuft dazu bei ARD die Dokumentation “Geheimer Krieg”.

http://www.geheimerkrieg.de

[Update]: Die Dokumentation kann man sich ab sofort hier in der ARD Mediathek ansehen.

Siehe auch:

SZ und ARD enthüllen “Geheimen Krieg“. (Meedia, 14.11.2013)

ACLU Report: More Than 3,200 Serving Life Without Parole for Nonviolent Offenses in American Prisons

A new report by the ACLU finds that over 3,200 people in the U.S. are serving life sentences in prison without parole for nonviolent offenses.

Racial Disparities

The report highlights very pronounced racial disparities among that part of the incarcerated population.

A modern prison cell at the Brecksville Police Department, Brecksville, Ohio. Image by Andrew Bardwell. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cela.jpg
A modern prison cell at the Brecksville Police Department, Brecksville, Ohio. Image by Andrew Bardwell. This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 2.0 Generic license. https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Cela.jpg

Blacks were three times as likely than whites (65 percent vs. 18 percent) to serve life in prison without parole for nonviolent offenses, while Latinos were slightly less likely than whites (16 percent).

Harsh sentences in the Deep South

Overall, the states accounting for the most life sentences for nonviolent offences lie in the Deep South. States like Louisiana, Florida, Alabama, Mississippi, or South Carolina are notable outliers.

Costs, moral and financial

Notwithstanding the human cost and the pressing questions about the morality of such legal designs, the report notes that American taxpayers are paying $1.8 billion to keep these nonviolent offenders in prison.

Read and see more:

More Than 3,200 Serving Life Without Parole for Nonviolent Offenses, Finds ACLU.” (ACLU, 2013/11/13)

[Video] “Shocking ACLU Report On Life Without Parole Sentences For Nonviolent Crimes.” The Young Turks, 2013/11/14)

 

Lobbyists Pretend Not To Be Lobbyists

Lobbyists Pretend Not To Be Lobbyists

K Street NW street sign with DC flag and "EVACUATION ROUTE" markings, at the northwest corner of Farragut Square. 12 February 2011. By Ben Schumin (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons
K Street NW street sign with DC flag and “EVACUATION ROUTE” markings, at the northwest corner of Farragut Square. 12 February 2011. By Ben Schumin (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons

(Almost) Nobody loves a lobbyist.

Corporate lobbyists, who cluster around K Street in Washington, D.C. are approximately as popular as the bubonic plague among Americans. That is, except for the miniscule minority of people who send them to Washington to buy off politicians with potential campaign contributions.

Ok, that might be a little polemic, but you get the picture. In 2011, a Gallup poll found that seven in ten Americans thought that lobbyists had too much influence.

Yes, lobbyists as a group have a huge popularity deficit. And the profession has taken notice of that.

Just put a new label on it, and we’re good to go!

Case in point: In what can only be called a clever public relations maneuver, the umbrella organization of lobbyists in the US is changing its name due to the unpopular image of the profession, as Politico reports.

The American League of Lobbyists will vote to adopt a new name, the Association of Government Relations Professionals.

‘Government relations professionals’ sounds less like ‘lobbyists,’ at least it does not contain the word ‘lobbyist.’ But the general business of this group of professionals in Washington will hardly change because it has a brand new shiny label attached to it.

Will people fall for it? That remains to be seen. But it is quite obvious that after Citizens United (2010) and with the upcoming McCutcheon Supreme Court case on the horizon, corporations and wealthy individuals are working harder than ever to subvert American democracy by funding (re-)election campaigns or sponsoring primary challengers to politicians not working (enough) in their favor.

States Trivia From PolicyMic

States Trivia From PolicyMic

A compass of the United States, with state names. The original was edited by User:Andrew c to include Nova Scotia, PEI, Bahamas, and scale key. It was originally uploaded to the English Wikipedia with the same title by w:User:Wapcaplet: This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.
A compass of the United States, with state names. The original was edited by User:Andrew c to include Nova Scotia, PEI, Bahamas, and scale key. It was originally uploaded to the English Wikipedia with the same title by w:User:Wapcaplet: This file is licensed under the Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported license.

Here’s one for the long, cold winter evenings ahead. PolicyMic has compiled a nice map of the US featuring interesting trivia about each state.

For instance: Did you know that North Dakota consumes the most beer among all states?

Have a look and impress your friends!

[Note: The map in this post is just a placeholder image. The trivia map is in PolicyMic’s article.]

 

Christian Fundamentalism, Tea Party Libertarianism, and the Government Shutdown

How Christian Fundamentalism Distracts From Real Political Problems in America

To fundamentalist Christians in America, the government shutdown, a potential debt default, and the destruction of the environment do not matter in the grand scheme of things.

The western front of the United States Capitol. The Neoclassical style building is located in Washington, D.C., on top of Capitol Hill at the east end of the National Mall. The Capitol was designated a National Historic Landmark in 1960. By United_States_Capitol_-_west_front.jpg: Architect of the Capitol derivative work: O.J. (United_States_Capitol_-_west_front.jpg) [Public domain], via Wikimedia Commons. https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AUnited_States_Capitol_west_front_edit2.jpg
The western front of the United States Capitol. The Neoclassical style building is located in Washington, D.C., on top of Capitol Hill at the east end of the National Mall. The Capitol was designated a National Historic Landmark in 1960. By United_States_Capitol_-_west_front.jpg: Architect of the Capitol derivative work: O.J. (United_States_Capitol_-_west_front.jpg) [Public domain], via Wikimedia Commons. https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3AUnited_States_Capitol_west_front_edit2.jpg
A recent article on AlterNet by Amanda Marcotte highlights how Christian fundamentalists among the Republican party leadership and their base do not care about the actual detrimental real-world effects of their obstructionist policies such as the current (October 2013) government shutdown and the battle over raising the debt ceiling.

Tea Party libertarianism meets Christian fundamentalism

Her conclusion, based on various polls, is that the Tea Party Movement, whose economic libertarian ideology plays out right now in these grand showdowns, is also influenced by Christian fundamentalism more than usually assumed. A Pew poll showed that supporters of the TPM “are likely to cite religious belief as their prime motivation for their political views.”

Obamacare as sign of the end times

One strain of American Christian fundamentalists think that the implementation of the Affordable Care Act, colloquially called Obamacare, will reign in the biblical end times and believe they must do anything in their power to stop it from happening.

Marcotte sums up that perception of reality in these terms:

Sure, crashing stock markets, soaring unemployment, and worldwide economic depression sounds bad, but for the Christian right, the alternative is fire and brimstone and God unleashing all sorts of hell on the world.

Anticipating the end of the world

On the other hand, some Christian fundamentalists with notable Tea Party credentials, including Rep. Michele Bachman, founder of the Tea Party Caucus and one-time presidential contender cheer what they interpret as signs of biblical end times (such as violent conflict in Syria). Bachman wrongly claims that Obama intentionally supports Al Quaeda by providing aid to Syrian rebel groups and opines that the conflict in Syria is indeed a sign of the biblical end times.

This fits neatly with a recent right-wing conspiracy on the Internet claiming that during the government shutdown, President Obama had paid out of his own pocket for a museum of Muslim culture. As it turned out, FOX News had unknowingly, or intentionally ignoring the dubious source, reported a story from satirical news site The National Report. In the past years, numerous baseless allegations have been made from the same general direction (Tea Party Movement) about Obama being a Crypto-Muslim (read terrorist).

Add to that the fact that in 2013, according to a poll by the liberal-leaning PPP, 20 percent of Republicans and 6 percent of Democrats believed that Obama is the biblical Antichrist (!).

A similar line of (un-)reasoning holds true for the issue of climate change. To Christian fundamentalists who intentionally ignore scientific facts, such as the findings of the Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) on the human influence on climate change, climate change is not real or no problem. In their view, the world will either not end until Jahweh wills it so, or they do not worry because they believe in the return of Jesus in their lifetime.

Other-worldliness is the problem and offers no solutions to this world

As you might have guessed, I personally consider Rep. Bachmann’s end times beliefs to be dangerous, irrational, and irresponsible delusions, especially regarding US foreign policy in the Middle East.

From a reality-based outlook, the thinking of American fundamentalist Christians is no less scary than that of Iranian mullahs, Afghan taliban, or the Saudi religious police.

True, in America there is still the tiny obstacle of democracy, but it does not take much to observe how fundamentalist Christianity works to subvert it and attempts to transform the US into a theocracy. The school textbook wars, the battle over reproductive choice, or high-level self-styled holy warriors within the US military imagining themselves as Christian bulwark against the ‘Muslim hordes’ are just some of the fronts this confrontation takes place.

More generally, the problem of other-worldliness extends to fundamentalists of all religions, everwhere. In my view, any religious zealot eager to see the end of the world, especially those with (potential) access to nuclear weapons and other WMDs, deserves extremely close scrutiny and must be kept away from the ‘red button’ at all costs (preferably, by not electing them to any meaningful office in the first place).

Even if one discards the horrifying apocalyptic scenario of religious zealots using WMDs to bring about the end times and returns to the mundane issues of government and the economy, the prospects for those of us living in this world do not become brighter in the face of willful indifference.

A prolonged government shutdown will cause continued suffering among the weakest in American society. Representatives and Senators in Congress, most of whom are millionaires, will on the other hand never personally feel the effects of the power play they are engaged in. Even worse, a government default in the US would have detrimental effects on the interconnected economies of the world.

Those who merely look for another world for salvation and are willing to let this one go to pieces are the problem. 

Poll: Americans Drink Less Beer, Turn Towards Wine And Liquor

Poll: Americans Drink Less Beer, Turn Towards Wine And Liquor

Americans are slowly turning away from beer as their alcoholic beverage of choice, a Gallup poll from July 2013 finds.

As the Atlantic reports, the last twenty years have seen a decline in the popularity of beer and an increase in the popularity of both liquor and wine among both black and white Americans.

Beer is not as popular among Americans as it was twenty years ago. A collection of rare beer cans. Beer Cans-1 By Visitor7 (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABeer_Cans-1.jpg
Beer is not as popular among Americans as it was twenty years ago. A collection of rare beer cans. Beer Cans-1 By Visitor7 (Own work) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)], via Wikimedia Commons; https://commons.wikimedia.org/wiki/File%3ABeer_Cans-1.jpg

Here are some of the Atlantic’s explanations for the trend:

  • A general higher awareness of healthy living.
  • The (white) working class is suffering from the economic crises in the early 2000s and since 2008.
  • Since the late 1990s, liquor ads have been shown on television.
  • Americans are discovering affordable and tasty wine while the exports of American wines are increasing.

Read more:

U.S. Drinkers Divide Between Beer and Wine as Favorite.” (Jeffrey M. Jones, Gallup, 2013/08/01)

Why Are American Drinkers Turning Against Beer?” (Derek Thompson, The Atlantic, 2013/08/05)

Facebook: Planned Posts, Profil Versus Seite

Facebook: Planned Posts, im eigenen Profil versus auf einer Seite

Als ich neulich auf meinem eigenen Facebook-Profil einen Post einstellen wollte, aber so, dass er erst am Abend veröffentlicht wird, bin ich auf ein Feature Problem gestoßen. Der Zeitraum war begrenzt, und zwar bis in die aktuell laufende Stunde (16 Uhr) (siehe Screenshot):

fb_privat_post_planen

Auf einer eigenen Facebook-Seite hingegen hatte ich diese Einschränkung nicht (siehe Screenshot):

fb_seite_post_planen

Ist das nun so gewollt oder ein Fehler?

[Update] Uneingeschränkt Posts planen geht innerhalb von Facebook tatsächlich nur für Seiten. Es gibt aber einen Workaround. Mithilfe von Werkzeugen wie buffer oder Hootsuite kann man auch auf dem eigenen Profil Posts planen. Wieder etwas dazugelernt.

Soziale Medien und öffentliche Institutionen (Konferenz, Tag 2)

Soziale Medien und öffentliche Institutionen (Konferenz, Tag 2)

[Den Bericht zum ersten Tag der Konferenz gibt es hier.]

[Update] Die Folien zu einigen Vorträgen gibt es auf Slideshare hier zu sehen.

Am zweiten Tag der Konferenz Soziale Medien und öffentliche Institutionen gab es zwei große Themenbereiche: Bürger*innenservice und politische Kommunikation.

“Social Media und das D115-Wissensmanagement.” (Sabine Griebsch, Bitterfeld)

Wissensmanagement

Sabine Griebsch (informationstraeger.de) berichtete in ihrem Vortrag über soziale Medien im Zusammenspiel mit einem zentralen Service für Bürger*innenanfragen, dem D115-Wissensmanagement.

Im Rahmen von D115 wird über Servicecenter eine breite Palette an Dienstleistungen angeboten. Leistungsbeschreibungen werden bereitgestellt und Informationsabfragen ermöglicht.

Bisher erfolgte der Zugang zum Angebot über altbekannte Kanäle, wie etwa telefonische oder schriftliche Anfragen.

Soziale Medien als weiterer Kanal des Wissensmanagements

Doch seit geraumer Zeit werden auch zunehmend Anfragen über das Internet im Allgemeinen und neuerdings auch über soziale Medien ermöglicht.

Als Beispiel fungierte das Hochwasser in Teilen Deutschlands im Juni 2013. In dieser Zeit richteten sich viele Verwaltungen Konten auf sozialen Netzwerken ein. Dudurch, so Griebsch, hätten Verwaltungen implizit einen weiteren Informationskanal eröffnet, der-das ist die Besonderheit-rückkanalfähig ist, also einen Dialog ermöglicht.

Warum Social Media?

Ein Grund dafür, Serviceangebote öffentlicher Verwaltungen auch über soziale Netzwerke zugänglich zu machen, liegt im veränderten Nutzungsverhalten der Bürger*innen. Laut der Studie „eGovernment MONITOR 2011“ von D21 2011 drei Viertel aller Nutzer*innen mindestens in einem sozialen Netzwerk aktiv.

Zentrales Wissensmanagement mit sozialen Medien

Die Einbettung von sozialen Medien in ein zentrales Wissensmanagement bietet aus Verwaltungssicht mehrere Vorteile:

  • Die Qualität der erfassten Daten und Auskünfte kann gesichert werden
  • Der Service kann Regionen- und ebenenübergreifend Anfragen beantworten
  • Externes Wissen kann eingebunden werden

Des weiteren gibt es weitgehend keine begrenzten Sprechzeiten, Regionalgrenzen verschwinden, Sprachbarrieren können technisch überwunden werden (zum Beispiel mit Facebook-Translation-Apps), und die Generation der Digital Natives kann besser erreicht werden.

Griebsch plädierte dafür, soziale Medien nicht abgegrenzt sondern als Teil einer Multikanalstrategie von Verwaltungen zur öffentlichen Information zu nutzen. Dadurch könne ein optimaler Service für Bürger*innen entstehen.

“Wiener Charta. Zukunft gemeinsam leben. Verbindung von Social Media und Offline-Kommunikation.” (Dr. Ursula Struppe, Wien)

Dr. Ursula Struppe, Dienstellenleiterin der Wiener Magistratsabteilung 17 “Migration und Diversität” und Vertreterin des Projekts Wiener Charta stellte am Beispiel Wien vor, wie Großstädte im 21. Jahrhundert das Zusammenleben einer diversen Bevölkerung organisieren können und dabei soziale Medien und Offline-Kommunikation verbinden können.

Großstädte wie Wien sind der Lebensmittelpunkt einer vielfältigen Bevölkerung, deren Diversität auch durch Zuwanderung geprägt ist. Sie alle stehen vor der Frage, wie es gelingen kann, einen sozialen Zusammenhalt und ein respektvolles Klima der Solidarität zu gewährleisten.

Das Konzept der Wiener Charta

Das Projekt Wiener Charta verfolgte das Konzept, unter Miteinbeziehung der Bürger*innen nach Ideen für das Zusammenleben zu suchen. Dabei wurden klassische Bürger*innenversammlungen mit Online-Diskussionen kombiniert.

Nicht alles stand dabei zur Diskussion, so Struppe. Die Grundregeln wurden in einem Basisdokument festgehalten. Das Projekt sollte eine neue Form der Kooperation mit der Zivilgesellschaft ermöglichen.

Durch die klare Kommunikation der Prozessregeln wurde Transparenz erzeugt. Ein unabhängiger Beirat beobachtete den Entstehungsprozess.

Ideenfindung an der Basis

Bei der Wiener Charta, so Struppe, sollte es um einen Dialog gehen, nicht um ein Gesetz, das von oben vorgeschrieben wird. Das Ziel war, eine Einigung auf Grundregeln für die Zukunft des gemeinsamen Zusammenlebens aller Wiener*innen zu erreichen.

Der Entstehungsprozess der Wiener Charta

Innerhalb eines Jahres (März 2012 – November 2012) wurden Themen gesammelt, präsentiert, erneut diskutiert und die Ergebnisse als Dokument „Wiener Charta“ öffentlich vorgestellt.

Das Projekt Wiener Charta wurde mit der Unterstützung eines breiten Zusammenschlusses von NGOs, Wirtschaftsunternehmen und Vereinen beworben. Das fertige Dokument wurde bei den Kooperationspartnern aufgehängt, dabei konnten zum Beispiel Vereine ihr Logo auf das Plakat drucken lassen, was für eine höhere Identifikation mit dem Projekt sorgte.

Insgesamt fanden im Rahmen von unterschiedlichsten Veranstaltungen 651 Gespräche mit insgesamt 8500 Teilnehmer*innen statt. Sowohl die Veranstaltungsorte als auch die Ergebnisse dieser Veranstaltungen waren online einsehbar. Durch die Offline-Bürger*innenversammlungen sollte gewährleistet werden, dass auch nicht besonders netzaffine Bevölkerungsteile repräsentiert werden.

Nachdem die Themen für die Wiener Charta offline gesammelt worden waren, fand in einer zweiten Runde eine 24 Stunden lange moderierte Online-Diskussion statt. Aus dieser ergaben sich dann drei große Themenbereiche: “miteinander auskommen”, “nicht immer dasselbe” und “aufgeräumt wohlfühlen”.

Fazit: Transparenz und die Kombination von Online und Offline schafft Akzeptanz

Frau Dr. Struppe bemerkte, dass das Projekt Wiener Charta nicht zuletzt aufgrund der Transparenz des Entstehungsprozesses auf breite Zustimmung stieß. Die Kombination von Online und Offline half, Bevölkerungsschichten zu erreichen, die bei reinen Internet-Umfragen wahrscheinlich nicht mit abgebildet worden wären.

Die Wiener Charta

“Die Medienresonanzanalyse +2.0 als Instrument zur Erfassung und Bewertung von Social-Media- Kommunikation. Einblick in die Evaluationspraxis des kommunalen Verkehrsunternehmens LVB .” (Ronny Fechner, Leipzig)

Ronny Fechner, Leipziger Medienwissenschaftler und tätig bei den Leipziger Verkehrsbetrieben, berichtete in seinem Vortrag über die Social-Media-Kommunikation der LVB und die Auswertung der Kommunikation über das Unternehmen im Social Web.

Social Media bei den Leipziger Verkehrsbetrieben (LVB)

Auch bei den Leipziger Verkehrsbetrieben gewinnt die Social-Media-Kommunikation an Bedeutung. Seit 2010 sind die Leipziger Verkehrsbetriebe auf Facebook, Twitter und YouTube aktiv. Facebook und Twitter werden bei den LVB als Dialogkanäle eingesetzt, YouTube reinen Informationskanal.

Die Medienresonanzanalyse der LVB

Die Medienresonanzanalyse ist ein emprisch-sozialwissenschaftliches Verfahren. Für die LVB wurde ein Monitoring und Web-Screening durchgeführt. Als Herausforderung stellte sich die Menge der Kommunikation und die zeitliche Begrenzung zu Analysezwecken heraus, so Fechner.

Im Social Web lag der Schwerpunkt der Diskussionen zur LVB bei Servicethemen, jedoch unterschied sich die Kommunikation auf den einzelnen Plattformen recht deutlich.

Twitter

Auf Twitter wurden von Nutzer*innen sowohl Nachrichten zur LVB verbreitet als auch persönliche Eindrücke geäußert. Servicenachrichten und leichte Kritik standen dabei im Mitelpunkt.

Facebook

Auf Facebook kommentierten Nutzer*innen dagegen hauptsächlich journalistische Inhalte, die sich mit der LVB beschäftigen.

YouTube

Anders stellte sich das Nutzungsverhalten auf YouTube dar. Hier fanden sich hauptsächlich Amateuraufnahmen von Fahrzeugen wie Straßenbahnen und Bussen.

Foren

In Online-Foren diskutierten Nutzer*innen sehr kritisch zum Thema Service der LVB.

Blogs

Auf Blogs schrieben Nutzer*innen schwerpunktmäßig ihre persönlichen Eindrücke zur LVB nieder. Darüber hinaus gab es auch Nachrichten zur LVB zu lesen.

Wikipedia

In der größten Enzyklopädie der Welt finden sich sehr detaillierte Informationen zur LVB mit Schwerpunkt auf Service und Unternehmenspolitik.

Fazit: Die Medienresonanzanalyse ist sinnvoll für das Web 2.0

Fechner schlussfolgerte, dass sich die Medienresonanzanalyse auch als Evaluationwerkzeug für das Web 2.0 eignet. Eine weitere Erkenntnis lag darin, dass klassische Medienarbeit die Kommunikation im Web 2.0 durchaus beeinflussen kann. Auf Unternehmensseite sind allerdings Social-Media-Richtlinien stark zu empfehlen, um die Kommunikation zu organisieren.

“Parlamentsabgeordnete im Internet – Neue Wege Politischer Kommunikation?” (Lars Vogel und Daniel Dwars, Uni Jena)

Eine weit verbreitete Vorstellung lautet, dass das Internet zwangsläufig eine bessere politische Repräsentation ermöglicht. Doch die Kommunikationsmittel finden innerhalb eines sozialen Kontexts statt, was diese Annahme verkompliziert. Die Politikwissenschaftler Lars Vogel und Daniel Dwars erläuterten diese Zusammenhänge in ihrem Vortrag.

Das theoretische Verhältnis von Bürger*innen und Politiker*innen

Politiker*innen und Bürger*innen stehen innerhalb einer repräsentativen Demokratie zueinander in einer Prinzipal-Agent-Beziehung. Bürger*innen als Prinzipal*innen werden von Politiker*innen als Agent*innen repräsentiert. Der politische Wettbewerb bringt wiederum mehrere Agenten (die Parteien) hervor, die sich innerhalb der parlamentarischen Systems in einer antagonistischen Kooperation befinden.

Entgegengesetzte Präferenzen

Die Repräsentant*innen (Politiker*innen) wollen sich grundsätzlich ihre Handlungsautonomie gegenüber den Prinzipal*innen (Bürger*innen) bewahren. Darüber hinaus wollen sie sich von politischen Mitbewerber*innen abheben.

Dagegen wollen die Prinzipal*innen (Bürger*innen) stärkere Kontrolle über die Repräsentant*innen (Politiker*innen) ausüben.

Das Internet hat diese gegensätzlichen Interessen noch verschärft. Der Wunsch nach reagierenden Repräsentant*innen gehört zum Politikverständnis der breiten Bevölkerung.

Strategien zur Sicherung der Handlungsautonomie

Laut Vogel und Dwars entwickeln Repräsentant*innen im Internet Strategien, um sich ihre Handlungsautonomie zu sichern.

Dazu gehört die Betonung anderer Inhalte, als der von Bürger*innen gewünschten, um die Forderung nach Responsivität zu mindern.

Repräsentant*innen nutzen dazu selektive Transparenz und selektive Responsivität.

Ein Beispiel dafür ist der “Zukunftsdialog” der Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Aus Sicht der Politiker*innen spielt der innerparteiliche Wettbewerb dabei eine wichtige Rolle. Die überbordernde Frage lautet: Wie kann der*die Abgeordnete zum Wahlergebnis beitragen.

Datengrundlage

Vogel und Dwars’ Studie basiert auf frei verfügbare Daten zu Abgeordneten.

Politische Kommunikation im Web 1.0

Vogel und Dwars’ Studie beschäftigte sich nicht schwerpunktmäßig mit dem Social Web, sondern klassischen Websites von Politiker*innen als Bestandteil des Web 1.0. 52% der Abgeordneten hatten aktuelle Websites, mehr als 1/3 hatten einen RSS-Feed, 53% der Websites waren nutzer*innenfreundlich.

Schwerpunkte: Was gibt es (nicht) zu sehen?

Thematisch boten die meisten Abgeordneten auf ihren Websites Informationen zum Wahlkreis, private Informationen zu ihrer Familie und ihren Hobbies, sowie politische Streitfragen.

Dagegen gab es nur bei ca. 20% aller Abgeordneten Informationen zu ihrem Abstimmverhalten zu sehen. Dies sei ein Beispiel für die von Politiker*innen praktizierte selektive Transparenz.

Insgesamt folgen Politiker*innen im Internet eher dem Top-Down-Kommunikationsmodell, indem sie zwar Informationen bieten, aber darüber hinaus aber wenig Möglichkeiten zur Interaktion.

Vogel und Dwars sprachen in diesem Zusammenhang von einer Umlenkung durch technische Hilfsmittel.

Unterschiede im politischen Spektrum

Dennoch gab es je nach Verortung im politischen Spektrum Unterschiede bei der Nutzung des Internets. Im weitesten Sinne linke Parteien setzten gemäß ihres Politikverständnisses generell mehr auf Emanzipation, Transparenz und Partizipation.

Bei konservativen Parteien hingegen lag der Schwerpunkt auf der Darstellung der eigenen Person. Dabei wurde oftmals versucht, über die Verwendung nicht-professioneller Fotos Bürger*innennähe darzustellen.

Fazit: Politiker*innen folgen nicht dem Willen des Internets

Entgegen der Vorstellung, dass das Internet zwangsläufig die politischen Repräsentant*innen zu mehr Responsivität gegenüber ihren Wähler*innen zwingt, üben sich Politiker*innen im Internet zunehmend in Vermeidungsstrategien, um sich die Handlungsautonomie gegenüber den Bürger*innen zu sichern. Die Strategie von Politiker*innen im Internet folgt dem Primat der Politik.

„Internetnutzung von Kommunalpolitikern für den Dialog mit Bürgern.“ (Sebastian Stieler, Borna)

Sebastian Stieler, Kommunikations- und Medienwisenschaftler und Stadtrat im sächsischen Borna (parteilos), berichtete in seinem Vortrag über die Internetnutzung von Kommunalpolitiker*innen in Bezug auf den Bürger*innendialog.

Die Studie

Stielers Studie basierte auf einer Online-/Offlinebefragung von 700 Kommunalpolitiker*innen der damaligen Stadtdirektion Leipzig, bei der alle Politiker*innen, die eine eigene Website betrieben, aufgenommen wurden (Stand 2011).

Das Durchschnittsalter der Befragten lag bei 54 Jahren, 75% waren Männer und das Bildungsniveau war überdurchschnittlich hoch: 80% hatten mindestens Abitur.

Warum eigentlich eine Website?

Diejenigen Kommunalpolitiker*innen, die eine eigene Website betrieben, reagierten damit zuerst einmal auf eine Erwartungshaltung der Bürger*innen.

Sie erhofften sich darüber hinaus eine größere Unabhängigkeit von den Massenmedien und eine stärkere Eigenkontrolle der Inhalte, mehr Bürger*innen zu erreichen und diese zur Partizipation zu animieren, sowie Rückmeldungen zu erhalten.

Als weitere Argumente für eine Website kam die Vorstellung hinzu, eine Website wäre verhältnismäßig günstig zu erstellen und mit wenig Aufwand zu betreibeneine Anmerkung meinerseits zum letzten Punkt: das hängt deutlich von den Inhalten ab, die auf der Website zu sehen sein sollen.

Warum keine Website?

Doch es gab auch Nonliner unter den Kommunalpolitiker*innen der Studie. Diese waren oft der Meinung, eine Website habe eine geringe Bedeutung für Wähler*innen. Des weiteren gaben sie als Gründe Zeitmangel, zu hohe Kosten und mangelnde technische Kenntnisse an.

Inhalte: Was gibt es (nicht) zu sehen?

Bei denjenigen Kommunalpolitiker*innen mit Website stand wenig überraschend die Kommunalpolitik im Mittelpunkt. 94% stellten Informationen zu ihrer Ratstätigkeit zur Verfügung, 88% Informationen zur eigenen Person. Darüber hinaus wurden die üblichen Kontaktinformationen angegeben.

Web 2.0 in der Kommunalpolitik

Rund ein Drittel der Befragten hatte ein Profil bei Facebook, ein weiteres Drittel war bei Twitter vertreten. Dennoch hatten 56% aller Befragten keine Profile bei sozialen Netzwerken (Stand 2011).

Stieler bemerkte, dass die Aufforderung zur politischen Partizipation, welche Kommunalpolitiker*innen als einen Grund für ihre Internetnutzung angeben, in der Praxis fast nie umgesetzt wird. Die Interaktion mit Bürger*innen fehlt also an dieser Stelle. Dieses Ergebnis deckt sich teilweise mit der Studie von Vogel und Dwars (siehe oben).

Fazit: Der Kommunalpolitik mangelt es noch an Partizipationsmöglichkeiten im Netz

Der Bürger*innendialog von Kommunalpolitiker*innen im Social Web ist an vielen Stellen noch sehr ausbaufähig. Die Entwicklung einer umfassenden Social-Media-Strategie, welche auch eine Verbindung von Online- und Offline-Kommunikation miteinbezieht, ist entscheidend für eine Verbesserung dieser Situation.

Mein Fazit zur Konferenz

Die zwei Tage der Konferenz „Soziale Medien und öffentliche Institutionen – Nutzung von Facebook, Twitter und Co. für Kommunikation und Partizipation“ haben gezeigt, dass es bereits gute Ansätze für die Verwendung der sozialen Medien innerhalb öffentlicher Institutionen gibt.

Es wurde jedoch auch deutlich, dass aufgrund institutioneller und struktureller Gegebenheiten derzeit noch große Herausforderungen bei der Integration des Social Web in die bestehenden Kommunikationsstrukturen bestehen.

Dass Konferenzen wie diese mittlerweile stattfinden, stimmt mich optimistisch. Es entsteht langsam ein Bewusstsein für die Chancen, die das Web 2.0 auch für öffentliche Institutionen bietet.

Soziale Medien und öffentliche Institutionen (Konferenz, Tag 1)

Konferenz: „Soziale Medien und öffentliche Institutionen“ (Tag 1)

[Den Bericht zum zweiten Tag der Konferenz gibt es hier.]

[Update] Die Folien zu einigen Vorträgen gibt es auf Slideshare hier zu sehen.

Wie können Soziale Medien im Rahmen öffentlicher Institutionen zum Einsatz kommen und welche Herausforderungen tun sich auf dem Weg dorthin auf? Diese Fragen auszuloten war das Ziel der Konferenz  „Soziale Medien und öffentliche Institutionen – Nutzung von Facebook, Twitter und Co. Für Kommunikation und Partizipation“, die am 20. und 21. Juni 2013 an der Uni Leipzig in den Räumen der Bibliotheca Albertina stattfand.

Die Konferenz wurde von der Koordinationsgruppe „Vergleichende Kommunikation in sozialen Medien“ an der Universität Leipzig (Prof. Dr. Gert Pickel, Prof. Dr. Ansgar Zerfaß, Prof. Dr. Astrid Lorenz) in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Kompetenzzentrum Landes- und Kommunalpolitik veranstaltet

Twitter-Hashtag: #smöffinst

Social Media Tag Cloud by daniel_iversen, used under the https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ license, Source: https://secure.flickr.com/photos/daniel_iversen/5440123405/sizes/l/in/photolist-9hJ4a8-9hM9Hs-8nmkDA-bn8M8i-bzawtz-bmfDH5-bmfkad-bmfk9A-aD5w7Y-btTTPU-aJVFED-99ZJrh/
Social Media Tag Cloud by daniel_iversen, used under the https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ license, Source: https://secure.flickr.com/photos/daniel_iversen/5440123405/sizes/l/in/photolist-9hJ4a8-9hM9Hs-8nmkDA-bn8M8i-bzawtz-bmfDH5-bmfkad-bmfk9A-aD5w7Y-btTTPU-aJVFED-99ZJrh/

Ich habe die Konferenz an beiden Tagen besucht, konnte aber leider nicht alles mitnehmen, da zeitgleich eine Konferenz der Amerikanistik stattfand, die ich mir als studierter Amerikanist unter keinen Umständen entgehen lassen wollte. Hier sind also meine subjektiven, unvollständigen Notizen und Eindrücke des ersten Tages.

Neuland Social Media in öffentlichen Institutionen

Yvonne Jaeckel vom Organisationsteam der Konferenz wies darauf hin, dass im Hinblick auf öffentliche Institutionen derzeit noch ein Mangel an wissenschaftlichen Studien besteht. Bezüglich der Nutzungsformen, Chancen, Risiken und Wirkungen von Social Media im Rahmen öffentlicher Institutionen existieren also noch einige Blindflecke.

„Social Media und öffentliche Institutionen – Konzeptionelle Überlegungen“ (Prof. Dr. Thomas Pleil (Darmstadt):

Dr. Thomas Pleil, Professor für Public Relations an der Uni Darmstadt, bemerkte, dass das Social Web einen vormedialen Raum produziert, in dem Öffentlichkeit auch ohne professionelle Journalist*innen entsteht. Die Intensivnutzer*innen des Web 2.0 sind gleichermaßen Produzent*innen und Konsument*innen. In einem gewissen Maße verschwindet somit die Gatekeeper-Funktion der traditionellen Medien.

Des weiteren verwies Pleil auf das Netzwerk als die zentrale Organisationsform des Informationszeitalters (nach Castells). Diese zeichne sich durch gegenseitige Unterstützung, Hilfe zur Orientierung und den Mangel an zentralisierten Hierarchien aus. Gleichermaßen sei das Agieren innerhalb (sozialer) Netzwerke mit einem nicht unerheblichen Koordinierungsaufwand und dem Management verschiedener Rollen verbunden.

Crowdsourcing

Das Social Web ist durch einen hohen Grad an Selbstorganisation gekennzeichnet. Eine kleine Auswahl an sehr verschiedenen Projekten, die genannt wurden, unterstreicht dies. So wurde etwa im Juni 2013, als es in Teilen Deutschlands (und Europas) durch Hochwasser zu Überschwemmungen kam, über Twitter mit dem Hashtag #hochwasser informiert und Hilfe mobilisiert.

Die Wikipedia ist als größte Enzyklopedie der Welt, trotz aller bekannten Bedenken zur Nutzung im akademischen Bereich, ein weiteres prominentes Beispiel für Crowdsourcing.

Plattformen zur Enttarnung von plagiierten Dissertationen deutscher Spitzenpolitiker, wie Guttenplag, sind ein weiteres Beispiel.

Aber auch kommunale Websites wie Frankfurt Gestalten zeigen, wie Beteiligung im Social Web funktionieren kann.

Netzkultur ist anders

Die Netzkultur als solche hat gegenüber der generellen Kommunikationskultur öffentlicher Organisationen einige Besonderheiten. So ist sie im Allgemeinen durch Freiheit, Emanzipation, Transparenz, ein hohes Tempo, Personalisierung, Authentizität, Vertrauen und eine informelle Tonalität gekennzeichnet. Auch entstehen innerhalb des Social Web parallel mehrere Mikroöffentlichkeiten.

Pleils Fünf Thesen zur Nutzung sozialer Medien für öffentliche Institutionen

  • Am Anfang sollte eine Bestandsaufnahme und Entwicklung einer Strategie stehen.
  • Beim Zusammentreffen von klassischer Bürokratie und Social Web gibt es Reibungspunkte.
  • Öffentliche Institutionen sind nach dem Demokratieprinzip in der Pflicht, sich an die geänderte Mediennutzung der Bevölkerung anzupassen.
  • Öffentliche Institutionen haben nur noch die Wahl, ob sie sich an der Diskussion über sie im Social Web beteiligen wollen. Denn die Diskussion findet dort längst statt.
  • Es sind keine repräsentativen demokratischen Entscheidungen über das Social Web möglich, da die Beteiligung daran nach dem 90:9:1-Prinzip (Nielsen) verläuft: 90 Nutzer*innen schauen nur zu, 9 kommentieren, 1 Nutzer*in produziert selbst Inhalte.

Herausforderungen

Laut Pleil stehen öffentliche Institutionen vor der großen Herausforderung, zuzuhören, um Bedürfnisse Themen, Orte und Akteure zu identifizieren und diese dann in die Prozesse innerhalb der Organisation zu integrieren.

Aktuell (Stand 2012) sind in Deutschland zwar die Top 30 der Kommunen im Social Web vertreten (Hanappel, 2012), die Plattformen werden allerdings meist nur als Distributionskanäle für Informationen genutzt, der Dialog mit den Zielgruppen ist dagegen die Ausnahme.

Rahmenbedingungen – „Das dürfen wir doch gar nicht!“

Derzeit sind die Rahmenbedingungen für Social Media in vielen Bundesländern jedoch ungeeignet. So gibt es vielerorts Verbote der Nutzung von Plattformen wie Facebook, Twitter oder Blogs innerhalb öffentlicher Institutionen.

In einer aktuellen Studie zur Machbarkeit von Social Media in öffentlichen Institutionen (Feldmann et al., 2013) wird auch klar warum: Das Konzept der One Voice Policy, Fragen bezüglich Persönlichkeitsrechten, Jugendschutz, Datenschutz, aber auch Vorbehalte der Mitarbeiter*innen, die zusätzliche Belastung und mangelnde Medienkompetenz sorgen für Zurückhaltung.

Es gibt also noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, bevor sich die Nutzung sozialer Medien in Deutschland im Bereich öffentlicher Institutionen großflächig etablieren kann.

Hier sind die Folien von Dr. Pleils Vortrag: http://de.slideshare.net/apalme2003/pleil-institutionenwww

„Social-Media-Instrumente im Schatten von Facebook und Twitter. Best-Practice-Beispiele aus deutschen Verwaltungen.“ (Martin Fuchs, pluragraph.de)

Social Media ist nicht nur Facebook. Was professionellen Social-Media-Manager*innen als Binsenweisheit erscheinenen mag, erschließt sich im Blick auf deutsche Verwaltungen erst beim genaueren Hinsehen.

Martin Fuchs, Gründer von pluragraph.de, einer Plattform für Social-Media-Benchmarking und Social-Media-Analyse im nicht-kommerziellen Bereich, zeigte dies anschaulich in seinem Vortrag.

Laut dem „SAS Open Government Monitor 2012“ Bürger & Freunde (http://buerger-freunde.de/) nutzen deutsche Kommunen, sofern sie im Social Web vertreten sind, hauptsächlich Facebook, Twitter und YouTube. Sie tun dies, um die Verwaltung offener zu gestalten, die Zufriedenheit und das Vertrauen der Bürger*innen zu steigern. Darüber hinaus sind Jugendliche es gewohnt, Kontaktanfragen über das Internet zu erledigen.

Erratum:

Martin Fuchs hat mich in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass die genannten Zahlen von Bürger & Freunde (http://buerger-freunde.de/) und nicht aus dem SAS Open Government Monitor 2012 stammten. Das hatte ich während des Vortrags wohl falsch verstanden.

Als ein Positivbeispiel nannte Fuchs den Social-Media-Auftritt der Stadt Moers, einer großen kreisangehörigen Stadt im Westen des Ruhrgebiets.

Bevor es losgeht: Strategie

Fuchs berichtete aus seinem Berateralltag und der wiederkehrenden Situation, dass Kommunen an ihn herantreten, um „Social Media zu machen“. Die darauf folgende Rückfrage, warum die Kommune diese neuen Möglichkeiten eigentlich nutzen will, bildet die Grundlage zu Überlegungen zur strategischen Planung.

Was gibt es für Kommunen außer Facebook noch?

Martin Fuchs hatte einige interessante Beispiele im Gepäck.

Die Plattform Maerker Brandenburg ermöglicht es Bürger*innen in Brandenburg, ihren Kommunen Infrastrukturprobleme mitzuteilen. Falls sie Ärgernisse wie Schlaglöcher, wilde Mülldeponien oder unnötige Barrieren für ältere oder behinderte Menschen sehen, so können sie auf einer Karte einen „Maerker“ setzen und erhalten Feedback über den Stand der Bearbeitung.

Auf LeihDeinerStadtGeld werden über eine Crowdinvesting-Plattform kurzfristig kommunale Projekte finanziert. Bürger*innen leihen einer Kommune beispielsweise für den Bau einer Schule einen bestimmten Betrag über eine festgelegte Laufzeit, und bekommen das Geld verzinst zurück. Sie können die Kreditvergabe an bestimmte Kommunen mitbeeinflussen.

Verschiedene Projekte der Wikimedia Foundation eignen sich ebenfalls sehr gut für Kommunen. So entstehen oftmals sehr detaillierte Artikel in der Wikipedia. Auf Wikimedia Commons können zum Beispiel Fotos zur freien Verwendung eingestellt werden. Das Portal WikiVoyage hat den Aufbau freier Reiseführer zum Ziel.

Außerhalb der Wikipedia gibt es auch die Möglichkeit, spezielle Städte-Wikis einzurichten, die nach demselben Prinzip wie die Wikipedia funktionieren. Als Beispiel diente die nordrhein-westfälische Stadt Hamm mit dem HammWiki.

Eine weitere Möglichkeit besteht in dem Aufbau eines virtuellen Stadtgedächtnisses. Die Stadt Vechta betreibt etwa unter http://unser-vechta.de eine Plattform, auf der Nutzer*innen Fotos der Stadt unter Creative-Commonz-Lizenzen hochladen können.

Blogs bieten sich ebenfalls für die Kommunikation von Kommunen an. Eine besondere Untergattung ist in diesem Zusammenhang das Bürgermeister*innen-Blog. So schreibt beispielsweise Klaus Mohrs (SPD), Bürgermeister der niedersächsischen Stadt Wolfsburg, unter http://www.klausmohrs.de/ über die Verwaltungsarbeit der Stadt.

Insgesamt zeigte der Vortrag von Martin Fuchs sehr gut, dass es neben den großen, bekannten Social-Media Plattformen eine Vielzahl spezieller Lösungen gibt, die für Kommunen eventuell sogar einen größeren Mehrwert bieten.

Fazit Tag 1:

Öffentliche Institutionen in Deutschland nehmen langsam die steigende Bedeutung der sozialen Medien wahr. Aber an vielen Stellen gibt es noch Bedenken. Dabei bieten sich echte Chancen für Bürger*innenbeteiligung, wenn die richtigen Werkzeuge und Strategien eingesetzt werden.

Ich fand das, was ich am ersten Tag der Konferenz gehört habe, recht spannend, auch wenn für mich bezüglich der sozialen Medien nicht mehr alles neu war. Dennoch, im Detail von den Herausforderungen zu hören, die sich im Umgang öffentlicher Institutionen mit Social Media ergeben, war eine gute Lernerfahrung. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an das Organisationsteam.

An dieser Stelle noch ein paar kleine organisatorische Verbesserungsvorschläge für das nächste Mal:

Internet-Zugang

Es wäre bei einer Social-Media-Konferenz gut, den Zugang zum Konferenz-WLAN besser zu kommunizieren. Zwar haben viele mittlerweile mobiles Internet, aber das dürfte im Vergleich zu einer Universitätsbibliothek eher langsam sein. Fairerweise muss man sagen, dass das Thema nicht/schlecht funktionierender Internetzugang ein Running Gag auf Internetkonferenzen im Allgemeinen ist – mit Ausnahme der letzten re:publica, bei der es wirklich gut funktioniert hat.

Twitter-Hashtag

Ich schlage vor, den Twitter-Hashtag für die nächste Konferenz vorab auf alle Konferenzmaterialien zu drucken und auf die Website zu schreiben.

Notizen

Es gibt tolle Werkzeuge, mit denen in Echtzeit kollaborativ an einer Konferenzdokumentation gearbeitet werden kann. Zwei Beispiele: http://beta.etherpad.org und http://free.primarypad.com/

 

Obama Returns To Berlin In The Midst Of NSA Surveillance Scandal

Obama returns to Berlin in the midst of NSA surveillance scandal

“It is the height of naivete to think that once collected this information won’t be used [. . .] This is the nature of secret government organizations. The only way to protect the people’s privacy is not to allow the government to collect their information in the first place.” – Wolfgang Schmidt, former Stasi lieutenant colonel 1

In the midst of the NSA surveillance scandal, President Barack Obama returned to Berlin for a second visit. But this time, the enthusiasm among the German public at large was much lower than when he first visited the capital of Germany as presidential candidate in 2008. Back then, the term ‘Obamania’ described Germans’ overwhelming support for Barack Obama.

"Your privacy ends here. PRISM/NSA" - Picture of a protest against the NSA's spying at Checkpoint Charlie in Berlin from Digitale Gesellschaft, used under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0) license Source: https://secure.flickr.com/photos/digitalegesellschaft/9076855346/sizes/l/in/set-72157634191380643/
“Your privacy ends here. PRISM/NSA” – Picture of a protest against the NSA’s spying at Checkpoint Charlie in Berlin from Digitale Gesellschaft, used under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 2.0 Generic (CC BY-SA 2.0) license Source: https://secure.flickr.com/photos/digitalegesellschaft/9076855346/sizes/l/in/set-72157634191380643/

Apart from the revelations about the extent of the American intelligence services’ surveillance of the Internet, the continuation of other practices of the Bush administration’s ‘Global War On Terrorism’ is worrying to many of Obama’s former German fans.

On Wednesday, June 19, Obama held a speech in Berlin at the Pariser Platz, the location of the Brandenburg Gate.

Here it is (from CNN):

Perhaps the most notable item within in a speech full of nice-sounding generalities was the offer towards Russia to reduce some of each country’s nuclear arsenal.

Read more:

Memories of Stasi color Germans’ view of U.S. surveillance programs.” (Matthew Schofield, McClatchy, 2013/06/26) – “It is the height of naivete to think that once collected this information won’t be used [. . .] This is the nature of secret government organizations. The only way to protect the people’s privacy is not to allow the government to collect their information in the first place.” – Wolfgang Schmidt, former Stasi lieutenant colonel

Obama calls for reduction in nuclear arms in broad-brush Berlin speech.” ( and Guardian, 2013/06/

Obama loses German hearts and minds ahead of Berlin visit.” (Marc Young, The Ticket, Yahoo! News, 2013/06/18)

auf deutsch:

Obama in Berlin: Wenn ein Präsident träumt.” (Andreas Öhler, Zeit Online, 19.06.2013) – Barack Obama hat in seiner Berlin-Rede 2013 bewusst den Bombast seiner Vorgänger weggelassen.

Obama zu Besuch in Berlin: Der entzauberte Präsident.” (Matthias Kolb, Süddeutsche.de, 18.06.2013)

Obama in Berlin – Scharfschützen, Taucher, verplombte Gullis.” (Süddeutsche.de, 18.06.2013)

 

  1. Memories of Stasi color Germans’ view of U.S. surveillance programs.” (Matthew Schofield, McClatchy, 2013/06/26)

NY Times Links Germany’s Success In Football To Economic Success

NY Times Links Germany’s Success In Football To Economic Success

As those interested in football (as we Europeans like to call it) might already know, the 2013 Champions League final will be between two German clubs.

Maybe it is a bit of a stretch to view professional sports as “Rorschach test for the health and confidence of nations,” as the New York Times just did.
But their piece on how Germany is currently doing economically in comparison to other European countries is worth reading.

One More Field Where the Continent Trails Germany.” (Nicholas Kulish, New York Times, 2013/05/07)