Manipulation von Wahlen per Twitter in Südkorea

Manipulation von Wahlen per Twitter in Südkorea

Dass die sozialen Medien nicht nur neue, emanzipatorische Partizipationsmöglichen im Netz ermöglichen, hat zum Beispiel der Netztheoretiker Evgeny Morozov in seinem Buch “The Net Delusion” ausführlich dargestellt.

Image: boss by gaglias / flickr | used under the https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/ | some color adjustments were made
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Über Plattformen wie Twitter und Facebook wird seitens von Regierungen und Großunternehmen mittlerweile versucht, die öffentliche Meinung manipulativ zu beeinflussen.

Ein Beispiel für ersteres gibt es jetzt aus Südkorea. Dort haben nach Berichten im Vorfeld der Präsidentschaftswahl der Inlandsgeheimdienst und das Verteidigungsministerium rund 24,2 Mio. Tweets verschickt, um die öffentliche Meinung zu steuern.

Der Inlandsgeheimdienst NIS (National Intelligence Service) soll 1,2 Mio. Tweets gesendet haben, um die Opposition zu diskreditieren. Die Abteilung Cyberwarfare des Verteidigungsministeriums soll 23 Mio. Tweets verschickt haben, um die öffentliche Meinung im Sinne des aktuellen Präsidenten Park Geun-hye zu beeinflussen.

Mehr lesen:

Cyberwahlskandal in Südkorea: Südkoreas Präsidentin lässt sich von Agenten ins Amt twittern.” (Ok-Hee Jeong, ZEIT ONLINE, 05.12.2013)

In English:

South Korea’s Spy Agency, Military Sent 24.2 Million Tweets to Manipulate Election.” (Lee Yoo Eun, Global Voices, 25.11.2013)