Meinungsumfrage: Deutsche haben mehr Angst vor Überwachung durch Firmen als durch den Staat

Meinungsumfrage: Deutsche haben mehr Angst vor Überwachung durch Firmen als durch den Staat

Social Media Tag Cloud by daniel_iversen, used under the https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ license, Source: https://secure.flickr.com/photos/daniel_iversen/5440123405/sizes/l/in/photolist-9hJ4a8-9hM9Hs-8nmkDA-bn8M8i-bzawtz-bmfDH5-bmfkad-bmfk9A-aD5w7Y-btTTPU-aJVFED-99ZJrh/
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Eine neue Studie des Institut für Demoskopie Allensbach ergab jüngst, dass die Deutschen statistisch gesehen mehr Angst vor der undurchsichtigen kommerziellen Verwertung ihrer persönlichen Daten durch Unternehmen haben als vor der Überwachung durch den Staat.

Wie der Stern berichtet, sehen die Deutschen in ihrer Mehrheit zwar durchaus Risiken im Internet, darunter Computerviren, die Überwachung der eigenen Internetnutzung oder Datendiebstahl.

Gleichzeitig spricht sich aber die Mehrheit der Deutschen für eine stärkere staatliche Kontrolle der Inhalte von Websites aus. Nichtsdestotrotz glauben sie jedoch nicht, dass einzelne Staaten das Internet effektiv regulieren können.

Nur knapp die Hälfte der Befragten war der Meinung, dass eine solche staatliche Überwachung ein Risiko für die Freiheit bedeutet.

Ich persönlich halte die 51% der Deutschen, die laut der Studie kein Problem mit einer verdachtsunabhängigen staatlichen Überwachung ihrer Internetnutzung haben, für zu optimistisch beziehungsweise geschichtsvergessen. Denn eigentlich ist die Frage nicht, ob eine Informationsasymmetrie missbraucht wird, sondern nur wann. Und wenn der NSA-Skandal des Jahres 2013 eines gezeigt hat, dann dass alles, was technisch möglich ist, letztendlich auch gemacht wird—because we can.

Mehr lesen:

DIVSI Studie zu Freiheit versus Regulierung im Internet.” (Institut für Demoskopie Allensbach / Deutsches Institut für Vertrauen und Sicherheit im Internet, 03.12.2013)

 

Jugendliche Lassen Ihr Aussehen Auf YouTube Bewerten

Jugendliche lassen ihr Aussehen auf YouTube bewerten

Befragung der Netzgemeinde

Die Pubertät ist wohl für die meisten eine Zeit großer Unsicherheit und schwieriger Selbstfindung. Insbesondere das eigene Aussehen und die Ausstrahlung auf andere ist ein heikles Thema.

Wie das jetzt Magazin der Süddeutschen Zeitung berichtet, hat sich in letzter Zeit ein seltsames Phänomen im Netz entwickelt: Jugendliche, besonders Mädchen, stellen Videos von sich ins Netz und fragen: “Bin ich schön?”

Jugendliche fragen auf YouTube: "Bin ich hässlich?" - Bildschirmfoto
Jugendliche fragen auf YouTube: “Bin ich hässlich?” – Bildschirmfoto

Haters gonna hate

Wer sich schon einmal die Kommentare unter beliebigen YouTube-Videos angesehen hat, kann sich denken, dass hier die Katastrophe vorprogrammiert ist. Sicher gibt es auch durchaus positive Äußerungen. Aber das Problem sind die garantiert auftauchenden abschätzigen Bemerkungen, bis hin zu Aufforderungen zum Selbstmord. Dem Selbstwertgefühl der Jugendlichen dürfte das in vielen Fällen nicht gerade dienlich sein.

Interessant ist natürlich die Frage, warum die Jugendlichen sich dem Urteil der gesamten Netzöffentlichkeit aussetzen.

Casting-Shows als Vorbild?

Vorbilder gibt es in der derzeitigen deutschen Medienlandschaft ja viele. Ich denke da zum Beispiel an Casting-Shows, deren angenommener Unterhaltungswert darin besteht, genüsslich zu beobachten, wie junge Menschen sich den sarkastischen Kommentaren und Werturteilen einer Jury etablierter Vertreter der Unterhaltungsindustrie ausliefern, in der meistens vergeblichen Hoffung, “Superstar” oder “Topmodel” zu werden.

Bin ich hässlich?” (Nadja Schlüter, jetzt.de, 24.11.2013)

Passend dazu:

Busen zum Geburtstag: Verbot von Schönheits-OPs bei Minderjährigen.” (Christina Berndt und Anna Günther, Süddeutsche, 02.12.2013) – Gesundheitsexpert*innen von CDU und SPD planen ein Verbot von Schönheits-Operationen bei Minderjährigen, es gibt offensichtlich eine große Nachfrage.

 

Studie: Nur 4 Von 10 Deutschen Nutzen Soziale Netzwerke

Studie: Nur 4 Von 10 Deutschen Nutzen Soziale Netzwerke

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Eine aktuelle Studie der Firma emarketer (November 2013) hat auf Grundlage von UN-Bevölkerungszahlen die prozentuale Nutzung von Social Networking SItes (SNS) berechnet und kam zu interessanten Ergebnissen.

So liegt zwar Deutschland innerhalb Europas nach absoluten Zahlen bei der Nutzung von Social-Media-Plattformen vorn.

Bezogen auf den prozentualen Anteil der Bevölkerung, die sich im Social Web bewegt, steht Deutschland mit 40,0% nur an siebter Stelle, ungefähr gleichauf mit Frankreich (39,5%).

Ganz vorne stehen die Niederlande (63,8%), gefolgt von den skandinavischen Ländern Norwegen (59,5%), Dänemark (53,4%) und Schweden (53,3%), dem Vereinigten Königreich (UK) (50,8%) und Finnland (49,8%).

Danach folgen Deutschland (40,0%) und Frankreich (39,5%).

Spanien (37,5%) und Italien (34,5%) bilden in der Studie das Schlusslicht.

Als aktive Nutzer*innen wurden in der Studie diejenigen Personen gewertet, die  mindestens einmal im Monat auf eine Social-Media-Plattform zugriffen.

Siehe auch:

“Nur 4 von 10 Deutschen nutzen Soziale Netzwerke.” (Herbert Peck, ishp Consulting, 25.11.2013)