Soziale Medien und öffentliche Institutionen (Konferenz, Tag 1)

Konferenz: „Soziale Medien und öffentliche Institutionen“ (Tag 1)

[Den Bericht zum zweiten Tag der Konferenz gibt es hier.]

[Update] Die Folien zu einigen Vorträgen gibt es auf Slideshare hier zu sehen.

Wie können Soziale Medien im Rahmen öffentlicher Institutionen zum Einsatz kommen und welche Herausforderungen tun sich auf dem Weg dorthin auf? Diese Fragen auszuloten war das Ziel der Konferenz  „Soziale Medien und öffentliche Institutionen – Nutzung von Facebook, Twitter und Co. Für Kommunikation und Partizipation“, die am 20. und 21. Juni 2013 an der Uni Leipzig in den Räumen der Bibliotheca Albertina stattfand.

Die Konferenz wurde von der Koordinationsgruppe „Vergleichende Kommunikation in sozialen Medien“ an der Universität Leipzig (Prof. Dr. Gert Pickel, Prof. Dr. Ansgar Zerfaß, Prof. Dr. Astrid Lorenz) in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Kompetenzzentrum Landes- und Kommunalpolitik veranstaltet

Twitter-Hashtag: #smöffinst

Social Media Tag Cloud by daniel_iversen, used under the https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ license, Source: https://secure.flickr.com/photos/daniel_iversen/5440123405/sizes/l/in/photolist-9hJ4a8-9hM9Hs-8nmkDA-bn8M8i-bzawtz-bmfDH5-bmfkad-bmfk9A-aD5w7Y-btTTPU-aJVFED-99ZJrh/
Social Media Tag Cloud by daniel_iversen, used under the https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/ license, Source: https://secure.flickr.com/photos/daniel_iversen/5440123405/sizes/l/in/photolist-9hJ4a8-9hM9Hs-8nmkDA-bn8M8i-bzawtz-bmfDH5-bmfkad-bmfk9A-aD5w7Y-btTTPU-aJVFED-99ZJrh/

Ich habe die Konferenz an beiden Tagen besucht, konnte aber leider nicht alles mitnehmen, da zeitgleich eine Konferenz der Amerikanistik stattfand, die ich mir als studierter Amerikanist unter keinen Umständen entgehen lassen wollte. Hier sind also meine subjektiven, unvollständigen Notizen und Eindrücke des ersten Tages.

Neuland Social Media in öffentlichen Institutionen

Yvonne Jaeckel vom Organisationsteam der Konferenz wies darauf hin, dass im Hinblick auf öffentliche Institutionen derzeit noch ein Mangel an wissenschaftlichen Studien besteht. Bezüglich der Nutzungsformen, Chancen, Risiken und Wirkungen von Social Media im Rahmen öffentlicher Institutionen existieren also noch einige Blindflecke.

„Social Media und öffentliche Institutionen – Konzeptionelle Überlegungen“ (Prof. Dr. Thomas Pleil (Darmstadt):

Dr. Thomas Pleil, Professor für Public Relations an der Uni Darmstadt, bemerkte, dass das Social Web einen vormedialen Raum produziert, in dem Öffentlichkeit auch ohne professionelle Journalist*innen entsteht. Die Intensivnutzer*innen des Web 2.0 sind gleichermaßen Produzent*innen und Konsument*innen. In einem gewissen Maße verschwindet somit die Gatekeeper-Funktion der traditionellen Medien.

Des weiteren verwies Pleil auf das Netzwerk als die zentrale Organisationsform des Informationszeitalters (nach Castells). Diese zeichne sich durch gegenseitige Unterstützung, Hilfe zur Orientierung und den Mangel an zentralisierten Hierarchien aus. Gleichermaßen sei das Agieren innerhalb (sozialer) Netzwerke mit einem nicht unerheblichen Koordinierungsaufwand und dem Management verschiedener Rollen verbunden.

Crowdsourcing

Das Social Web ist durch einen hohen Grad an Selbstorganisation gekennzeichnet. Eine kleine Auswahl an sehr verschiedenen Projekten, die genannt wurden, unterstreicht dies. So wurde etwa im Juni 2013, als es in Teilen Deutschlands (und Europas) durch Hochwasser zu Überschwemmungen kam, über Twitter mit dem Hashtag #hochwasser informiert und Hilfe mobilisiert.

Die Wikipedia ist als größte Enzyklopedie der Welt, trotz aller bekannten Bedenken zur Nutzung im akademischen Bereich, ein weiteres prominentes Beispiel für Crowdsourcing.

Plattformen zur Enttarnung von plagiierten Dissertationen deutscher Spitzenpolitiker, wie Guttenplag, sind ein weiteres Beispiel.

Aber auch kommunale Websites wie Frankfurt Gestalten zeigen, wie Beteiligung im Social Web funktionieren kann.

Netzkultur ist anders

Die Netzkultur als solche hat gegenüber der generellen Kommunikationskultur öffentlicher Organisationen einige Besonderheiten. So ist sie im Allgemeinen durch Freiheit, Emanzipation, Transparenz, ein hohes Tempo, Personalisierung, Authentizität, Vertrauen und eine informelle Tonalität gekennzeichnet. Auch entstehen innerhalb des Social Web parallel mehrere Mikroöffentlichkeiten.

Pleils Fünf Thesen zur Nutzung sozialer Medien für öffentliche Institutionen

  • Am Anfang sollte eine Bestandsaufnahme und Entwicklung einer Strategie stehen.
  • Beim Zusammentreffen von klassischer Bürokratie und Social Web gibt es Reibungspunkte.
  • Öffentliche Institutionen sind nach dem Demokratieprinzip in der Pflicht, sich an die geänderte Mediennutzung der Bevölkerung anzupassen.
  • Öffentliche Institutionen haben nur noch die Wahl, ob sie sich an der Diskussion über sie im Social Web beteiligen wollen. Denn die Diskussion findet dort längst statt.
  • Es sind keine repräsentativen demokratischen Entscheidungen über das Social Web möglich, da die Beteiligung daran nach dem 90:9:1-Prinzip (Nielsen) verläuft: 90 Nutzer*innen schauen nur zu, 9 kommentieren, 1 Nutzer*in produziert selbst Inhalte.

Herausforderungen

Laut Pleil stehen öffentliche Institutionen vor der großen Herausforderung, zuzuhören, um Bedürfnisse Themen, Orte und Akteure zu identifizieren und diese dann in die Prozesse innerhalb der Organisation zu integrieren.

Aktuell (Stand 2012) sind in Deutschland zwar die Top 30 der Kommunen im Social Web vertreten (Hanappel, 2012), die Plattformen werden allerdings meist nur als Distributionskanäle für Informationen genutzt, der Dialog mit den Zielgruppen ist dagegen die Ausnahme.

Rahmenbedingungen – „Das dürfen wir doch gar nicht!“

Derzeit sind die Rahmenbedingungen für Social Media in vielen Bundesländern jedoch ungeeignet. So gibt es vielerorts Verbote der Nutzung von Plattformen wie Facebook, Twitter oder Blogs innerhalb öffentlicher Institutionen.

In einer aktuellen Studie zur Machbarkeit von Social Media in öffentlichen Institutionen (Feldmann et al., 2013) wird auch klar warum: Das Konzept der One Voice Policy, Fragen bezüglich Persönlichkeitsrechten, Jugendschutz, Datenschutz, aber auch Vorbehalte der Mitarbeiter*innen, die zusätzliche Belastung und mangelnde Medienkompetenz sorgen für Zurückhaltung.

Es gibt also noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten, bevor sich die Nutzung sozialer Medien in Deutschland im Bereich öffentlicher Institutionen großflächig etablieren kann.

Hier sind die Folien von Dr. Pleils Vortrag: http://de.slideshare.net/apalme2003/pleil-institutionenwww

„Social-Media-Instrumente im Schatten von Facebook und Twitter. Best-Practice-Beispiele aus deutschen Verwaltungen.“ (Martin Fuchs, pluragraph.de)

Social Media ist nicht nur Facebook. Was professionellen Social-Media-Manager*innen als Binsenweisheit erscheinenen mag, erschließt sich im Blick auf deutsche Verwaltungen erst beim genaueren Hinsehen.

Martin Fuchs, Gründer von pluragraph.de, einer Plattform für Social-Media-Benchmarking und Social-Media-Analyse im nicht-kommerziellen Bereich, zeigte dies anschaulich in seinem Vortrag.

Laut dem „SAS Open Government Monitor 2012“ Bürger & Freunde (http://buerger-freunde.de/) nutzen deutsche Kommunen, sofern sie im Social Web vertreten sind, hauptsächlich Facebook, Twitter und YouTube. Sie tun dies, um die Verwaltung offener zu gestalten, die Zufriedenheit und das Vertrauen der Bürger*innen zu steigern. Darüber hinaus sind Jugendliche es gewohnt, Kontaktanfragen über das Internet zu erledigen.

Erratum:

Martin Fuchs hat mich in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass die genannten Zahlen von Bürger & Freunde (http://buerger-freunde.de/) und nicht aus dem SAS Open Government Monitor 2012 stammten. Das hatte ich während des Vortrags wohl falsch verstanden.

Als ein Positivbeispiel nannte Fuchs den Social-Media-Auftritt der Stadt Moers, einer großen kreisangehörigen Stadt im Westen des Ruhrgebiets.

Bevor es losgeht: Strategie

Fuchs berichtete aus seinem Berateralltag und der wiederkehrenden Situation, dass Kommunen an ihn herantreten, um „Social Media zu machen“. Die darauf folgende Rückfrage, warum die Kommune diese neuen Möglichkeiten eigentlich nutzen will, bildet die Grundlage zu Überlegungen zur strategischen Planung.

Was gibt es für Kommunen außer Facebook noch?

Martin Fuchs hatte einige interessante Beispiele im Gepäck.

Die Plattform Maerker Brandenburg ermöglicht es Bürger*innen in Brandenburg, ihren Kommunen Infrastrukturprobleme mitzuteilen. Falls sie Ärgernisse wie Schlaglöcher, wilde Mülldeponien oder unnötige Barrieren für ältere oder behinderte Menschen sehen, so können sie auf einer Karte einen „Maerker“ setzen und erhalten Feedback über den Stand der Bearbeitung.

Auf LeihDeinerStadtGeld werden über eine Crowdinvesting-Plattform kurzfristig kommunale Projekte finanziert. Bürger*innen leihen einer Kommune beispielsweise für den Bau einer Schule einen bestimmten Betrag über eine festgelegte Laufzeit, und bekommen das Geld verzinst zurück. Sie können die Kreditvergabe an bestimmte Kommunen mitbeeinflussen.

Verschiedene Projekte der Wikimedia Foundation eignen sich ebenfalls sehr gut für Kommunen. So entstehen oftmals sehr detaillierte Artikel in der Wikipedia. Auf Wikimedia Commons können zum Beispiel Fotos zur freien Verwendung eingestellt werden. Das Portal WikiVoyage hat den Aufbau freier Reiseführer zum Ziel.

Außerhalb der Wikipedia gibt es auch die Möglichkeit, spezielle Städte-Wikis einzurichten, die nach demselben Prinzip wie die Wikipedia funktionieren. Als Beispiel diente die nordrhein-westfälische Stadt Hamm mit dem HammWiki.

Eine weitere Möglichkeit besteht in dem Aufbau eines virtuellen Stadtgedächtnisses. Die Stadt Vechta betreibt etwa unter http://unser-vechta.de eine Plattform, auf der Nutzer*innen Fotos der Stadt unter Creative-Commonz-Lizenzen hochladen können.

Blogs bieten sich ebenfalls für die Kommunikation von Kommunen an. Eine besondere Untergattung ist in diesem Zusammenhang das Bürgermeister*innen-Blog. So schreibt beispielsweise Klaus Mohrs (SPD), Bürgermeister der niedersächsischen Stadt Wolfsburg, unter http://www.klausmohrs.de/ über die Verwaltungsarbeit der Stadt.

Insgesamt zeigte der Vortrag von Martin Fuchs sehr gut, dass es neben den großen, bekannten Social-Media Plattformen eine Vielzahl spezieller Lösungen gibt, die für Kommunen eventuell sogar einen größeren Mehrwert bieten.

Fazit Tag 1:

Öffentliche Institutionen in Deutschland nehmen langsam die steigende Bedeutung der sozialen Medien wahr. Aber an vielen Stellen gibt es noch Bedenken. Dabei bieten sich echte Chancen für Bürger*innenbeteiligung, wenn die richtigen Werkzeuge und Strategien eingesetzt werden.

Ich fand das, was ich am ersten Tag der Konferenz gehört habe, recht spannend, auch wenn für mich bezüglich der sozialen Medien nicht mehr alles neu war. Dennoch, im Detail von den Herausforderungen zu hören, die sich im Umgang öffentlicher Institutionen mit Social Media ergeben, war eine gute Lernerfahrung. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an das Organisationsteam.

An dieser Stelle noch ein paar kleine organisatorische Verbesserungsvorschläge für das nächste Mal:

Internet-Zugang

Es wäre bei einer Social-Media-Konferenz gut, den Zugang zum Konferenz-WLAN besser zu kommunizieren. Zwar haben viele mittlerweile mobiles Internet, aber das dürfte im Vergleich zu einer Universitätsbibliothek eher langsam sein. Fairerweise muss man sagen, dass das Thema nicht/schlecht funktionierender Internetzugang ein Running Gag auf Internetkonferenzen im Allgemeinen ist – mit Ausnahme der letzten re:publica, bei der es wirklich gut funktioniert hat.

Twitter-Hashtag

Ich schlage vor, den Twitter-Hashtag für die nächste Konferenz vorab auf alle Konferenzmaterialien zu drucken und auf die Website zu schreiben.

Notizen

Es gibt tolle Werkzeuge, mit denen in Echtzeit kollaborativ an einer Konferenzdokumentation gearbeitet werden kann. Zwei Beispiele: http://beta.etherpad.org und http://free.primarypad.com/

 

Hilfe, Ich Will Ein Eigenes Blog Haben!

[In this blog post in German, I explain how to set up a blog.]

Hilfe, ich will ein eigenes Blog haben!

Kürzlich fragte mich eine Freundin, wie das mit dem Bloggen denn funktioniere. Wie richtet man so etwas ein? Hier ist eine kurze Anleitung, mit der man die ersten Schritte meistern kann. Keine Sorge, ich habe es auch geschafft.

Zunächst das Technische:

In der Cloud oder auf meinem eigenen Webspace?

Es gibt zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten, ein Blog einzurichten. Diese unterscheiden sich danach, an welchem Ort das Blog gespeichert ist: a) auf einer Blogging-Plattform eines Anbieters oder b) auf eigenem Speicherplatz.

VARIANTE A: DAS BLOG IN DER CLOUD

Zu den bekanntesten Blogging-Plattformen dürften das mittlerweile zu Google gehörende Blogger.com, WordPress.com und tumblr.com zählen.

Bei diesen Plattformen kann man sich wie bei jedem anderen Dienst im Internet anmelden, noch ein paar Grundeinstellungen wie zum Beispiel den Namen des Blogs oder das Aussehen festlegen und dann kann es auch schon losgehen mit dem Bloggen.

Mein persönlicher Favorit ist WordPress.com, aber das ist Geschmackssache.

Der entscheidende Nachteil: Sollte wider Erwarten die genutzte Plattform plötzlich schließen oder aus irgendwelchen Gründen entscheiden, das Blog zu löschen, dann hat man das Nachsehen, falls man die Inhalte nicht vorher gesichert hat.

VARIANTE B: DAS BLOG AUF MEINEM EIGENEN WEBSPACE

Diese zweite Variante ist etwas aufwändiger, bringt aber verschiedene Vorteile mit sich. Der größte davon: Man ist selbst Herr_in im Haus. Was benötigt man dafür?

  • Speicherplatz
  • Eine Domain
  • Installationsdateien der Blog-Software
  • Ein FTP-Programm

Eine Domain und Speicherplatz

Viele Hoster bieten relativ günstig oder sogar kostenlos Pakete an, die mindestens eine Domain (die Internetadresse des eigenen Blogs) sowie eine bestimmte Menge an Speicherplatz und Datenverkehr beinhalten. Bei kostenlosen Angeboten muss man mit bestimmten Einschränkungen leben, wie etwa unschönen Domainnamen oder Speicherbegrenzungen. Ab ein paar Euro im Monat gibt es aber durchaus gute Angebote. Für den Anfang kann man es ruhig auch mit einem kostenlosen Angebot probieren.

Ein Beispiel für einen Webhoster, bei dem es Basisaccounts kostenlos gibt, ist bplaced.net. Dort gibt es bis zu 2 GB Speicher kostenlos (Stand Juni 2013), was für ein Blog mit Textbeiträgen und ein paar Fotos eine Weile ausreichen sollte.

Die Installationsdateien der Blog-Software

Möchte man sein Blog auf eigenem Webspace betreiben, dann kommt man nicht um die Installation der entsprechenden Blog-Software herum. Beispielsweise kann man sich auf wordpress.org die aktuellen Installationsdateien von WordPress herunterladen. WordPress.org unterscheidet sich in manchen Details von WordPress.com, ist allerdings in der grundsätzlichen Funktionalität gleich.

Das FTP-Programm: Dateien auf den Webspace schieben

Hat man die Installationsdateien heruntergeladen und entpackt, dann muss man im nächsten Schritt die Dateien noch auf den Server verschieben, denn die Installation der Blog-Software soll auf diesem laufen, nicht auf dem eigenen Computer zu Hause. Den eigenen Computer nutzt man dann später, um Blogbeiträge zu schreiben.

Nutzt man den Firefox-Browser, dann kann man sich FireFTP als Erweiterung installieren—ein FTP-Programm, das im Browser läuft.

Prinzipiell meldet man sich über das FTP-Programm mit den erhaltenen Login-Daten auf dem eigenen Webspace an und kopiert dann den Inhalt des Ordners mit den WordPress-Installationsdateien auf den Server. Wenn der Kopierprozess beendet ist, meldet man sich im FTP-Programm wieder ab.

Die Konfiguration von WordPress

Ist alles glatt gelaufen, dann kann man sich nun mit dem Webbrowser zur URL des Blogs begeben. Von dort aus hilft einem ein Konfigurations-Wizard, diverse Einstellungen vorzunehmen. Das Wichtigste: Man kann Nutzer_innen anlegen, die dann Blogeinträge verfassen können. Möchte man alleine schreiben, dann braucht man keine zusätzlichen Nutzer_innen einrichten.

Wie man bereits merkt, ist diese zweite Variante, ein Blog anzulegen, etwas aufwändiger und setzt etwas mehr technisches Grundverständnis voraus. Aber es ist machbar.

Wie gesagt, habe ich in dieser Einleitung ausschließlich die technische Einrichtung eines Blogs umrissen. Sich zu überlegen, welchem Thema oder welchen Themen man sich widmen möchte, steht auf einem anderen Blatt.

Lesetipps und Hörtipps zum Thema:

Diese Anleitung ist nur ein grober Überblick, der prinzipiell erklären möchte, wie die Einrichtung eines Blogs funktioniert. Es gibt verschiedene sehr gute Anleitungen im Netz, die sich auch mit Details ausführlich beschäftigen. Ein paar Tipps verlinke ich nachfolgend:

Zum Einstieg:

Peer Wandigers Blogprojekt beinhaltet eine tolle Artikelserie für neue Blogger_innen und einen Podcast rund ums Bloggen. – Umfangreiche Informationen für den Einstieg und darüber hinaus.

Technik:

Beim Magazin t3n gibt es eine Infografik mit den 30 beliebtesten WordPress-Plugins (Stand Februar 2013) – Eher technisch und wie gesagt nur für WordPress relevant. Aber sehr empfehlenswert, wenn man eine eigene WordPress-Installation hat.

Schreibtipps

Alex Bellon hat eine Liste mit 20 Tipps, um das Bloggen leichter, schneller & besser zu machen. – Hier geht es besonders um das Schreiben von Blogartikeln.

House Republicans Announce On Twitter To Vote Against Obamacare For The 37th Time

House Republicans Announce On Twitter To Vote Against Obamacare For The 37th Time

The politics of obstructionism continued (Episode 37)

Because opposing the Obama administration’s Affordable Healthcare Act, better known as Obamacare for thirty-six times was not enough for House Republicans, they recently announced that they would vote to repeal it for the thirty-seventh (!) time.

Twitter battles as a new normal form of political communication

So far, so predictable. But here is where it gets interesting. In this age of ubiquitous social media technologies, leading politicians in the US—years ahead in this regard to, let’s say, German politicians— feel the need to engage in Twitter battles. Sometimes hilarity ensues.

As the Huffington Post reports, House Majority Leader Eric Cantor tweeted on May 8, 2013:

“The House will vote next week for a full repeal of #Obamacare.”

Rep. Darrell Issa (R-Calif.) then attempted to hype it up a little more with the hashtag #ObamaCareInThreeWords

To which the White House replied:

“It’s. The. Law.”

Well-played, sir. Well-played.

But the fact that large parts of the Affordable Care Act are right now being implemented is not clear to everybody at the moment. According to NPR, a new poll by the Kaiser Family Foundation found that nearly half of Americans do not currently know that the Affordable Healthcare Act is the law of the land.

Symbolic politics versus the 113th Congress in numbers

Unless Republicans in the Senate can convince a substantial number of Democrats to join them in voting against the Affordable Healthcare Act, the repeal they seek will not happen any time soon. As of May 2013, the distribution of seats in the 113th Congress is as follows: House: 233 (R), 201 (D); Senate: 55 (D) (53 (D)+ 2 (I)), 45 (R)

Maybe in the end, this is much ado about nothing. Still, it gives us an insight into how the new social media technologies are now being put to use for symbolic politics. In a way, they have joined their older peers of AM talk radio and cable television in the US.

 

 

re-publica 2013, Day 3

My posts about the previous two days at re:publica 2013

My post about Day 1 of re:publica 2013 is here.

My post about Day 2 of re:publica 2013 is here.

Wednesday, the third and final day of re:publica 2013

After getting some well-deserved sleep, I returned to the Station on Wednesday morning to enjoy the final day of re:publica 2013.

I would say that, for the most part, the sessions I visited on Wednesday were on the technical side of things.

Note: Wherever possible, I have embedded videos of the talks I visited from re:publica’s official YouTube channel. All the video recordings are used under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Germany (CC BY-SA 3.0 DE) license.

Data Liberation and Open Data Projects in Germany ans Europe

I began Wednesday, the final day of re:publica 2013, by visiting a presentation (in German) on open data projects featuring Sebastian Vollnhals, Jens Ohlig (Wikimedia Foundation), and Michael Kreil (https://www.opendatacity.de).

The presenters highlighted that in order to be useful, data must be machine-readable, sortable into categories, and be capable to reference other data.

Data formats must be readable, contain repetitive structures, and be well-specified and documented.

For those who would like to get deeper involved in the topic of open data, one good resource is the Open Data Handbook.

LICENSES

The presenters stressed that the most useful license for open data projects would be the Creative Commons Zero (CC0) license, which has no restrictions for the use of the data.

 Exemplary open data projects in Germany and Europe

But what is open data useful for? Where can it be put to good use?

In Germany, some efforts regarding the establishment of open data portals have already been made.

One such project by the Federal Government of Germany is govdata.de, which the panelists criticized for not being open according to their definition of open data.

Another example in Germany is the portal fragdenstaat.de (“ask the state”), a project for freedom of information requests in Germany according to the Informationsfreiheitsgesetz (IFG).

Other local open data projects in Germany include Berlin Open Data and Open Data Hamburg.

LEAKED DOCUMENTS, CROWD-SOURCING, AND OPEN DATA

The presenters mentioned another project that combines leaked German military documents from the war in Afghanistan with a crowd-sourced approach to transcribing these materials into a database: the Afghanistan Papiere (“Afghanistan Papers”), which the German Ministry of Defense is attempting to remove from the Internet.

Open Data projects in the EU

On the European level, there is the European Union Open Data Project.

Technical Tips

The presenters further illustrated how data that was available in text form could be transformed into machine-readable tables using spreadsheet software such as Microsoft Excel, which, despite its proprietary nature, they said was very good at these things, especially for ‘quick and dirty’ conversions.

Using pivot tables and creating graphs, these graphs could then be made more visually appealing by exporting them into pdf documents and importing those into a vector graphics editor.

Other tools:

Google Fusion Tables for linking smaller databases for data journalism work.

Datawrapper for creating simple and correct diagrams with embedding codes for websites.

Web Miner for scraping data from the web (explanatory video linked on the website).

Data traces of regular Internet users with Me & My Shadow

The workshop by Anne Roth and Stephanie Hankey (no video available) presented myshadow.org, a website from Tactical Tech that helps users to inform themselves about the data traces they leave behind every time they use devices such as notebooks or smartphones.

myshadow.org visualizes a person’s data shadow and shows how the amount of data about an individual can be reduced.

Another helpful tool mentioned was the website https://panopticlick.eff.org from the Electronic Frontier Foundation, which helps users to check how trackable their web browser is.

The presenters also warned about a malicious tool called Faceniff, which can hijack open Facebook and other sessions running inside a web browser on unsecured connections (http instead of https).

What a day!

Apart from these two sessions, I switched between quite a few more, but did not find the time to take down meticulous notes. There was just so much going on at the same time.

The epic finale of re:publica featured a massive choir consisting of everybody in the room of stage 1, giving a rendition of Queen’s classic rock song “Bohemian Rhapsody.” I found the idea of the ‘digital bohème’ performing “Bohemian Rhapsody” quite hilarious.

After the official program was over, the following re:publica party provided the opportunity to enjoy some more music, drinks, and conversations with friends and new acquaintances.

If I can make it, I will return next year for re:publica 2014 (#rp14). In the meantime, I will watch some of the other interesting sessions that I missed on re:publica’s YouTube channel.

My post about Day 1 of re:publica 2013 is here.

My post about Day 2 of re:publica 2013 is here.

You can find me on twitter under @benmschaefer for social media stuff. My other twitter account, which is visible in the sidebar, is @AS_Grad. There I mostly link to articles about politics in the US. On this blog here, I mostly write about politics and culture in the US. You will find my personal opinions (and sometimes rants) about various issues. Currently, the format of the blog is not what I would consider an academic blog, but I do my best to provide reliable sources wherever possible.

re-publica 2013, Day 2

re-publica 2013, Day 2

Posts on the other two days of re:publica 2013

My post about Day 1 of re:publica 2013 is here.

My post about Day 3 of re:publica 2013 is here.

Not partying too hard on Monday night

Unconfirmed rumors have it that all those Internet people at re:publica like parties, too. One might be tempted to think that the ‘digital bohème’ enjoys a beer or two, or even parties all night long on Monday night and gets completely wasted. However true that may be for some people, I could not participate in much of this because of . . . reasons! In fact, I was going to be on a mission the next morning.

My ticket for re:publica 2013
My ticket for re:publica 2013

I had registered as a volunteer to get my ticket and I had a late shift as stage assistant before me. So I knew that this would be quite a long day. Therefore, the party on Monday was rather brief for me.

Note: Wherever possible, I have embedded videos of the talks I visited from re:publica’s official YouTube channel. All the video recordings are used under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Germany (CC BY-SA 3.0 DE).

A different kind of social media at the re:publica 2013: cardboard boxes with messages such as this: "Hinweis: Diese Farbe ist wunderschön." "Stimme ich zu!" ("Notice: This color is beautiful." "I agree!")
A different kind of social media at the re:publica 2013: cardboard boxes with messages such as this: “Hinweis: Diese Farbe ist wunderschön.” “Stimme ich zu!” (“Notice: This color is beautiful.” “I agree!”)

Radio Universal with Tim Pritlove

After getting myself some coffee, I began Tuesday, the second day at re:publica 2013, with a visit to the world of podcasting.

Tim Pritlove, a very popular Berlin-based German podcaster and re:publica veteran, gave a talk in which he envisioned the future of podcasting as a sort of “universal radio.”

Tim talked about how podcasts are “incubators for formats” and how they form their own ecosystems. He introduced the audience to a number of technical solutions for the podcasting world, such as app.net, podlove, podlove publisher, bitlove, auphonic, and poodle.fm.

The universal radio of the future uses audio files as a carrier and integrates additional metadata in order to enhance networked discussions.

Entrepreneurial Science Journalism

One of the panels in the science track was about entrepreneurial science journalism and featured Dino Trescher (nanomagazin.com), Ulrike Langer (medialdigital.de), Stephan Ruß-Mohl (European Journalism Observatory) and Sebastian Turner. Unfortunately, I could not find a video recording of this event yet.)

The basic consensus was that, for users/readers, the current times are golden times regarding the availability of journalistic articles covering science. On the other hand, for specialized publishers, there is rather a shift from ‘platinum times’ to ‘golden times.’

As Ulrike Lange, one of the panelists, said, science journalists can attain increased visibility on the Internet through shared content and therefore may be able to attract more jobs.

IN, SIDE, OUT of SCIENCE

The next talk I visited was about science communication and social media featuring Prof. Dr. Anders Levermann (Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, blogging climate scientist), Lars Fischer (blogger and award winner of Wissenschaftsjournalist 2012 (Science Journalist 2012), Solveig Wehking (Fraunhofer-Gesellschaft, Forschungsplanung (research coordinator)), and Ruth Schöllhammer (social media consultant).

The panelists noted that there is a need for professional scientists and their institutions to communicate with and involve broader publics because science is under increasing pressure to legitimize itself and its funding.

One of the most interesting takeaways for me from this panel was that professional scientists can actually be inspired to new research ideas by bloggers who are themselves scientific laypersons.

Net Neutrality

The talk on net neutrality featuring Ben Scott (Save the internet, http://www.freepress.net, Senior Adviser to the Open Technology Institute at the New America Foundation in Washington DC, Visiting Fellow at the Stiftung Neue Verantwortung in Berlin), Markus Beckedahl (netzpolitik.org), and Hannah Seiffert (Attorney at Law, based in Berlin, Head of Political Affairs at eco – Association of the German Internet Industry) dealt with the current threats to the Internet as a public good.

In Germany, the largest Internet service provider Telekom recently announced that it would end so-called flatrate payment models wherein users paid a fixed monthly fee for unlimited Internet traffic.

Ben Scott argued that the Internet is a public good and that this is visible in its original end to end design, meaning that in principle, any user of the World Wide Web can see any website.

Six Degrees Of Wikipedia

I finished Day 2 by watching a game show hosted by Sebastian Vollnhals and Julian Finn   featuring Six Degrees of Wikipedia, a game in which two contestants get a randomly-generated pair of entries on Wikipedia and have to maneuver from one to the other only by clicking on linked words inside the respective article. A very creative use of Wikipedia, and a really fun game.

Six Degrees Of Wikipedia, a game in which two contestants have to maneuver from one randomly-chosen entry another only by clicking on linked words inside the article.

After the gaming session was over, I fulfilled my final duties as a helping hand by assisting with the cleaning up of the stage.

Too much to see on Day 2

Needless to say, there were many more great talks that I briefly walked into, and even more that I would have loved to see, but could not make it. It was simply impossible, given that re:publica simultaneously had events running on seven (!) stages and four more workshop areas. Damn you, re:publica, for providing such an overabundance of conference goodness! 🙂

My post about Day 1 of re:publica 2013 is here.

My post about Day 3 of re:publica 2013 is here.

re-publica 2013, Day 1

re:publica 2013, Day 1

My post about Day 2 of re:publica 2013 is here.

My post about Day 3 of re:publica 2013 is here.

 

Internet sign at the re:publica 2013
Internet sign at the re:publica 2013

When I arrived at the Station Berlin by bike on Monday, May 6, 2013, there were already hundreds of people buzzing all over the place. I saw quadrocopters (yes, drones!) flying overhead, and met up with a few friends. After getting my name tag and wrist band at  the ‘helping hand’ desk, I headed for the catering stand to grab a coffee. Then, just like hundreds of people around me, swarmed to Stage 1 for the opening event.

The opening event featured some impressive stage design with light projections on cubes and earth-shattering bass-heavy electronic music.

Note: Wherever possible, I have embedded videos of the talks I visited from re:publica’s official YouTube channel. All the video recordings are used under the Creative Commons Attribution-ShareAlike 3.0 Germany (CC BY-SA 3.0 DE).

Political campaigning with Betsy Hoover, Obama for America 2012

As an Americanist, I had no trouble deciding where to head next. I considered the talk by Betsy Hoover, who was the online campaign coordinator for ‘Obama for America 2012,’ a must-see. Hoover talked about the importance of linking online and offline activities for a successful political campaign. I wonder how much the experience from the American elections can be applied to the German context. One thing is for certain: German political parties right now are closely examining the past American presidential elections for clues on how to be successful themselves.

Offline Crowdsourcing

Next, I attended a workshop by Stefan Domke and David Ohrnhoff on offline crowdsourcing. Their project digit aims at making available German analog private archives including amateur films, photographs and post cards on an online platform while involving seniors who are not, if at all, computer- and online-savvy.

Here is how it works: individuals get technical assistance with the digitizing process, in return the materials get published on the online platform. In addition, participants receive a USB memory stick with the digitized materials so that they can share them with friends and family in this manner as well.

One of their problems was that it was difficult to get seniors to enter metadata describing the digitized materials into entry masks. Some ideas to solve this problem included finding partners who volunteer for the data entry and crowdsourcing the collection of metadata by posting, for example, an image on Facebook and have the community type in what they know about it.

YouTube Stars

One talk discussed (in German) the emergence of prominent (German) YouTube stars who have, in a relatively brief time, developed huge online followings with self-made videos on diverse topics such as computer games or in the case of one participant, her daily life as a young mother. The popular YouTubers on the panel agreed that it was very important to engage their audience in a dialogue to build a community around their video channels.

Social Media Mistakes By Nonprofits

In Jona Hölderle’s workshop (in German), various typical mistakes by nonprofits using social media channels for their work were presented and discussed.

Here is a post (in German) by Marie-Christine Schindler on the workshop that also includes the slides and a really cool sketchnote).

According to Jona, the most frequent mistakes made by nonprofit organizations who use social media platforms to spread their cause include the following:

  1. Thinking that social media is just Facebook.
  2. Thinking in content, but not in communities. His example was motortalk.de, a very popular commercial online forum for car enthusiasts in Germany.
  3. Taking ourselves too seriously (!).
  4. Expecting new target audiences all the time. In his view, smaller social media profiles tend to attract friends rather than new audiences.
  5. Being crazy for apps that we want to put on people’s smartphones and tablets. The effort to get people to install an app is often disproportionate.
  6. We do not blog or we do not blog enough. In his opinion, blogging on one’s own platform is better. We should aim for real interaction. And we should not forget to link from our blog to our other social media profiles.
  7. We assume too much prior knowledge on the part of our fans/followers. This results in confusing posts that cannot be understood without having read the x previous posts. Therefore, especially on Facebook and Twitter, it is a good idea to repeat certain posts after a certain time, for instance two weeks.
  8. We do not interact enough (!).
  9. We are losing sight of our goals.
  10. Nonprofits do not invest.

I think those are some great tips.

Muslim Bloggers in Germany

Stine Eckert’s talk (in German) discussed the role of Muslim bloggers in Germany and highlighted how their writing establishes a counter-discourse against one-sided portrayals in the German mainstream media. In her interviews with a variety of bloggers, she discovered a whole range of opinions, lifestyles, and realities. Most importantly, Muslim bloggers did not want to be reduced to their religious and/or cultural identity, but be noticed as individuals with various interests and characteristics.

With rage and pathos for a free and secure Internet

Finally, Sascha Lobo, perhaps Germany’s most prominent blogger, recognizable for his red mohawk hairstyle, urged the Internet crowd (in German) to reclaim social media with rage and pathos. And he revealed a technical tool to help with this endeavor: reclaim.fm, an extension for the popular blogging software WordPress, which automatically makes backup copies of all content posted on social networking sites, just in case one of the popular social networking sites shuts down or decides to censor or delete content.

What a day! There is more to come.

My post about Day 2 of re:publica 2013 is here.

My post about Day 3 of re:publica 2013 is here.

I will very likely continue to update this post with a few more links.

re-publica 2013, Day 1

Back From re-publica 2013 In Berlin, Germany

I am back from re-publica 2013 in Berlin, Germany

From May 6 to May 8, 2013, I attended re:publica 2013, the biggest Internet conference in Germany. It took place at the Station, a former trainyard in Berlin—quite an impressive location, I have to say.

It was my first time at re:publica and I volunteered as a stage assistant for one shift to earn my ticket for the whole duration of the event.

I am still sorting all my materials and ideas, but I am planning on writing a few more blog posts on my impressions in the coming days. Stay tuned!